Kindergarten muss anbauen : Mehr Platz für Tönninger Kinder

Vor der Sitzung besichtigten die Gremiumsmitglieder den vor wenigen Wochen installierten Hobbitwagen der Außengruppe gegenüber dem Freibad anzusehen. Er dient als Schutzraum für die Kinder. Mittagessen erhalten sie in der nahen Stammeinrichtung.
Vor der Sitzung besichtigten die Gremiumsmitglieder den vor wenigen Wochen installierten Hobbitwagen der Außengruppe gegenüber dem Freibad anzusehen. Er dient als Schutzraum für die Kinder. Mittagessen erhalten sie in der nahen Stammeinrichtung.

Die Erweiterung des Tönninger Kindergartens wurde nun einstimmig abgesegnet. Die Kosten werden auf 200.000 Euro geschätzt.

shz.de von
08. Juli 2018, 21:00 Uhr

Von Kindermangel ist auch in Tönning keine Spur. Einmal mehr beschäftigten sich nun die Mitglieder des Fachausschusses, des nach den Kommunalwahlen zusammengelegten Schul-, Sport-, Sozial- und Kulturausschusses der Stadt unter Vorsitz des bürgerlichen Mitgliedes Hauke Schmidt (AWT), mit dem Thema Erweiterungsbedarf der städtischen Kindertagesstätte.

Dass dringender Handlungsbedarf besteht, daran zweifelte niemand. Nach aktueller Auskunft der Einrichtungsleiterin Ute Leschke sind alle Plätze bis zum Jahre 2020 belegt. Das gilt für alle drei Elementargruppen mit je 20 sowie beide Krippengruppen mit je zehn Kindern, ebenso für die Außengruppe „Matsch-Piraten“, die im vergangenen Jahr eingerichtet worden war, um den erhöhten Bedarf abzufedern.

Wegen der ausgewiesenen weiteren Baugebiete ist damit zu rechnen, dass der Bedarf ab 2021 weiter steigt. Da die Einrichtung als Bewegungs-Kindergarten eingestuft worden ist, muss auch ein Bewegungsraum her. Eine Mensa ist ebenso nötig, weil, so Leschke, immer mehr Kinder Bedarf an Mittagessen haben. Mitglieder der im Frühjahr eingesetzten Arbeitsgruppe hatten gemeinsam mit der Verwaltung einen Empfehlungsbeschluss für die Stadtvertretung vorbereitet. Er wurde denn auch einstimmig abgesegnet. Der Wortlaut fiel eindeutig aus: Nach durchgeführter Analyse besteht Erweiterungsbedarf für eine weitere (dritte) Krippengruppe, einen Bewegungsraum, eine größere Küche sowie Mensa inklusive entsprechender sanitärer Einrichtungen mit Wasch- und Wickelbereichen, ferner Personal-, Aufenthalts-, Besprechungs- und Abstellräumen. Es soll ein Fachbüro mit der Ausarbeitung eines Plankonzeptes eingeschaltet werden. Grundsätzlich wurde von der Arbeitsgruppe favorisiert, den Anbau l-förmig hinter dem jetzigen Gebäude soweit wie möglich an die Grundstücksgrenze anzudocken.

Die Kosten könnten, informierte Büroleiter Matthias Hasse, mit etwa 200.000 Euro zu Buche schlagen. Vorsorglich waren bereits Fördertöpfe angezapft worden. „Aufgrund unserer Anträge haben wir schon eine feste Zusage über 150.000 Euro“, so Hasse. Ausschussmitglied Helge Prielipp (CDU) merkte an, dass man bei Planung des Bewegungsraumes nicht nur 80 Quadratmeter ansetzen sollte, sondern zukunftsweisend mehr. Er denke so an 100 Quadratmeter. Der Bedarf sei allerdings, so Hasse, mit der Kita-Leitung abgeklärt worden und entspricht der Norm.

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