Viel Nachwuchs in Oldenswort : Mehr Plätze für den Kindergarten

In Oldenswort müssen immer mehr Kindergartenkinder versorgt werden. Deshalb soll es eine zusätzliche Regelgruppe geben.
In Oldenswort müssen immer mehr Kindergartenkinder versorgt werden. Deshalb soll es eine zusätzliche Regelgruppe geben.

Der Oldensworter Sozialausschuss votiert für eine vierte Regelgruppe. Gleichzeitig müssen die Hort-Gebühren auf 130 Euro erhöht werden.

shz.de von
14. August 2018, 09:00 Uhr

Die anhaltend hohe Belegung der Plätze in der Oldensworter Kindertagesstätte stand im Mittelpunkt der Sitzung des neu formierten Ausschusses für Schule, Sport, Jugend und Soziales. Die meisten Schützlinge sind über drei Jahre alt und werden gegenwärtig in zwei Regelgruppen betreut. Nachdem Ergebnis der Aussprache soll für diese Jahrgänge eine weitere Gruppe eingerichtet werden, denn nach einer Berechnung von Kita-Leiterin Bärbel Binz wird die jetzige Anzahl von 32 Vorschülern bis Mitte nächsten Jahres auf mindestens 49 ansteigen. Auch bei den unter Dreijährigen wird erwartet, dass sich deren Anzahl von jetzt 28 in absehbarer Zeit erhöht. Deshalb soll eine vierte Krippengruppe eingerichtet werden, denn in jeder dürfen maximal nur jeweils zehn Kleinkinder versorgt werden.

Die Gründe für die prognostizierten Zuwächse sind: Die hohen Geburtenraten in der Gemeinde, der Zuzug von jungen Familien, die in Oldenswort bauen wollen, sowie die Nachfragen nach freien Plätzen aus den Umlandgemeinden. „Um die gesetzlichen Ansprüche der Eltern zu gewährleisten, brauchen wir sowohl für die Jüngsten als auch für die Vorschüler jeweils eine weitere Gruppe“, betonte Bürgermeister Frank-Michael Tranzer (SPD). Dieser Auffassung schlossen sich die sieben Mitglieder des Ausschusses unter dem Vorsitz von Sabrina Massow (WVO) an und brachten einen Empfehlungsbeschluss auf den Weg.

Die weiteren Abstimmungen mit dem gleichen Votum betrafen Erhöhungen der Gebühren für die Nutzung des Horts. So wird das Entgelt für die Unterbringung eines Kindes vormittags in einer Regelgruppe um 20 auf 130 Euro erhöht. In den Krippengruppen steigt der Betrag für diesen Zeitraum um 50 auf 230 Euro. In beiden Fällen können die Kinder künftig morgens bereits um sieben, statt wie bisher um acht Uhr, den Erzieherinnen übergeben werden.

Weitere Änderungen sind für Betreuungen an bestimmten Tagen sowie nachmittags und für die Nutzung eines Frühdienstes vorgesehen. Die Kita soll künftig schon um 6.30 Uhr ihre Pforten öffnen und um 17 Uhr schließen, um den Wünschen berufstätiger Eltern zu entsprechen. Der Gemeindechef wies darauf hin, dass die Beiträge der Eltern damit erstmals seit sechs Jahren „moderat“ ansteigen. Die Gemeinde trage weiterhin rund 55 Prozent der Gesamtkosten der Einrichtung.

Nach dem Ergebnis einer längeren Diskussion befürworteten alle, dass für den Spielplatz Achter de Fenn neue Spielgeräte angeschafft werden. Außerdem müsse die Spielstätte in Hemmerdeich erhalten bleiben. Die Entscheidung über einen geeigneten Raum für den Jugendtreff „Zack“ wird mit Blick auf mögliche Alternativen im geplanten Einkaufszentrum zurückgestellt.

Neben den Vertretern von Vereinen und Beiräten berichtete Simone Tranzer über die positive Entwicklung der Privatschule. Die Gesamtzahl der Schüler steigt nach den Sommerferien von zuletzt 27 auf 33 Kinder. Davon kommen 15 aus Oldenswort, die übrigen aus der Umgebung und sogar aus Schwabstedt. Dank einer neuen Lehrkraft für Mathematik können künftig die dritte und vierte Klasse getrennt unterrichtet werden. „Bei uns ist bisher noch keine Unterrichtsstunde ausgefallen“, erklärte die Geschäftsführerin. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass die Gemeinde den Eltern einheimischer Kinder auf Antrag das Schulgeld in Höhe von 130 Euro erstattet.

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