Sicherheit im Urlaub : Mehr Personal für den Strand

Verkehrsschilder verdeutlichen die Regeln am Strand: Frank Dittelbach, Andreas Breitner und Jens-Werner Rieper (v. l.) beim Rundgang.
Verkehrsschilder verdeutlichen die Regeln am Strand: Frank Dittelbach, Andreas Breitner und Jens-Werner Rieper (v. l.) beim Rundgang.

Innenminster Andreas Breitner nimmt die Wache in St. Peter in Augenschein: Im Nordseebad sind seit dieser Saison zwei Polizisten mehr im Einsatz. Jetzt arbeiten dort sieben Beamte und drei Mitarbeiter des Bäderdienstes.

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31. Juli 2014, 07:00 Uhr

Mit dem Minister an den Strand. Seine Frau und seine drei Kinder sind schon dort, und die St. Peteraner Polizei eskortiert. Allerdings ist es nicht der Urlaubsantritt von Andreas Breitner, der Innenminister macht vielmehr eine Ortsbegehung. Denn: im Nordseebad haben im vergangenen Oktober zwei neue Polizisten ihren Dienst angetreten. Laut Polizeihauptkommissar Frank Dittelbach ist das der dienstlichen Überlastung geschuldet. Mittlerweile frequentierten etwa zweieinhalb Millionen Urlaubsgäste pro Jahr das Gebiet am Strand von St. Peter Ording sowie das Umland – was zeitlich zudem eine enorme Verschiebung der Einsatzzeiten bedeute, berichtet der Eiderstedter. „Das Verstärkung kommt, ist heutzutage selten“, betont der Innenminister. Bis zum Jahr 2018 bleibt laut Breitner die jeweilige Personalstärke an den Einsatzorten zwar stabil – „aber das mehr Personal eingesetzt werden kann, ist nicht ohne.“

Seine Familie bekommt Breitner auch nicht zu Gesicht. Denn am Strand geht es vielmehr um das polizeiliche Einsatzgebiet. Zumal der Kitesurf World Cup ansteht. Derzeit sind sieben Polizeibeamte in und um das Nordseebad herum im Einsatz. Zusätzlich werden die Ordnungshüter von drei Mitarbeitern des Bäderdienstes unterstützt. Für diese Aufstockung vor Ort ist für Innenminister Andreas Breitner die Weitläufigkeit des St. Peteraner Strands allein schon ein Grund.

Die Büros in der Polizeistation im Deichgrafenweg in St. Peter-Ording sind dagegen nicht gerade geräumig. Neben den Polizeibeamten hat der Bäderdienst dort auch seine Räume. Bis zu zehn Einsatzkräfte sind derzeit auf der Fläche eines durchschnittlichen Einfamilienhauses untergebracht. Daher war der Innenminister besonders angetan, dort „hochmotivierte Kollegen anzutreffen“. Wegen der beengten Möglichkeiten in ihrer Station bekommen die Staatsdiener zum Jahreswechsel einen Umbau des Dachgeschosses zugesagt, der die Platz-Situation etwas entspannen soll.

In dieser Saison ist es nach Angaben von Frank Dittelbach freilich auch sehr entspannt. „Das Wetter ist super. Die Urlauber prügeln sich bei Regenwetter nicht um freie Parkplätze“, berichtet der Polizeihauptkommissar von Geschehnissen vergangener Jahre. Es werde sogar in der Polizeistation angerufen, nur um nach dem Wetter zu fragen, verdeutlicht Polizeioberkommissar Jens-Werner Rieper die gute Stimmung auf der Wache. Dass die Urlauber in den jeweiligen Polizeistationen nach dem Wetter fragen, ist Innenminister Andreas Breitner auch schon in Scharbeutz zu Ohren gekommen, als er sich kürzlich ein Bild von der dortigen Lage gemacht hatte.

Eiderstedt – und speziell St. Peter-Ording – ist nach Meinung aller Anwesenden bei Autofahrern derzeit besonders beliebt. Außer wenn die Polizeibeamten ihnen ein Strafmandat ausstellen müssen, weil der Strand entweder leicht alkoholisiert oder ohne gültige Fahrerlaubnis befahren wird. „Der Strand ist öffentlicher Verkehrsraum“, mahnt Dittelbach. Auch die sogenannten Wild-Camper müssten sich vor den Ordnungskräften in Acht nehmen, betonen die Polizisten. „So etwas kostet 150 Euro Bußgeld“, erklärt Polizeioberkommissar Rieper.

In Kürze will Andreas Breitner wieder an den Strand von St. Peter-Ordning kommen. Dann allerdings nicht als Innenminister, sondern als Urlauber. Damit seine Frau und drei Kinder auch gemeinsam mit ihm die dortigen Attraktionen – wie den Kitesurf World Cup von morgen bis zum Sonntag – erleben können.

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