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Husumer Nachrichten

17. August 2017 | 15:56 Uhr

Bredstedt : Mehr Parkraum für Pendler

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die 58 Parkplätze östlich des Bredstedter Bahnhofs reichen auch außerhalb der Saison nicht aus. Jetzt sollen 90 weitere entstehen.

Autos parken auf den Rasenflächen, direkt am Wasserturm oder zwischen den gepflasterten Parkbuchten: Sobald der ausgebaute Park-and-Ride-Platz östlich des Bahnhofs voll ist, suchen sich die Pendler, die mit dem Zug nach Husum, Niebüll oder Sylt fahren, andere Möglichkeiten.

2002 hatte die Stadt die Anlage am Wasserturm errichtet, um die Bahnhofstraße von Dauerparkern zu befreien. Eine damals ebenfalls gebaute Fußgängerbrücke über die Gleise erspart zudem den Umweg über die Dörpumer Straße. Doch schon seit einiger Zeit reichen die 58 ausgebauten Plätze nicht mehr aus. Auch außerhalb der Urlaubssaison stehen weit mehr als 100 Autos in den dafür vorgesehenen Parkbuchten und dort, wo sonst noch Platz ist, berichtete Stefan Hems vom Amt Mittleres Nordfriesland in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung. Die Mitglieder sprachen sich daraufhin für 90 weitere Plätze aus.

Rund 250.000 Euro würde die Maßnahme insgesamt kosten, allerdings sei eine Förderung von bis zu 75 Prozent möglich, sagte Hems. Ausschussmitglied Sönke Momsen (WGB) regte daraufhin an, die Möglichkeit einer Bezahlschranke in Erwägung zu ziehen. In Städten wie Niebüll seien die Parkplätze am Bahnhof ebenfalls kostenpflichtig. Bürgermeister Knut Jessen entgegnete allerdings, dass Bredstedt davon profitiere, dass viele Berufspendler in die Stadt ziehen und man sie nicht zusätzlich belasten solle.

Ein weiteres Thema der Sitzung war der geplante Ausbau des Treibwegs. Planer Jan Sievertsen berichtete von den Maßnahmen, für die sich die Planungsgruppe der Anlieger und Eigentümer ausgesprochen hat. Da die Straße sehr schmal ist, soll auch weiterhin auf einen Fußweg oder Grünflächen verzichtet werden. Das Niederschlagswasser soll künftig nicht mehr in die benachbarten Straßen oder auf die Grundstücke laufen, sondern über eine sogenannte Rohrrigole versickern. Dabei wird das Regenwasser über Abläufe in einen unterhalb der Straße liegenden Puffer geleitet, zwischengespeichert und von dort aus an den Untergrund abgegeben.

Für Sickermulden, wie sie in der Siedlung errichtet wurden, sei im Treibweg nicht ausreichend Platz, erklärte Sievertsen. Eine leichter zu reinigende Alternative wären zwar Versickerungsboxen gewesen, aus Kostengründen habe sich die Planungsgruppe jedoch dagegen ausgesprochen. Rund 10.000 Euro können so insgesamt gespart werden. Der Südliche Teil der Straße kann an den Kanal der Gerichtstraße angeschlossen werden.

Nach Wunsch der Anlieger soll die Straße mit grauen Betonsteinen gepflastert werden. Laut aktuellem Planungsstand sollen die Baumaßnahmen zwischen Juli und September stattfinden und zwei bis drei Monate dauern. Auf 259.600 Euro belaufen sich die gesamten Baukosten laut aktuellen Schätzungen. Anlieger von stadtinternen und Anliegerstraßen tragen in Bredstedt als Bedarfsempfänger-Gemeinde mit 85 Prozent die Hauptlast der Kosten. Das bedeutet aktuell 9,86 Euro pro Quadratmeter Beitragsfläche. Der Bauausschuss sprach sich mehrheitlich für diese Maßnahmen aus.

Außerdem soll die Zuwegung zu den Kabinen am Sportplatz sowie zu den Parkplätzen an der Sportschänke und am Freibad an der Süderstraße für rund 121.000 Euro saniert werden. Außerdem sollen große Gewerbeflächen am Rosenburger Weg geteilt und so auch für kleinere Betriebe attraktiver gemacht werden. Möglich wäre eine Stichstraße am Ende des Weges, um kleinere Flächen anbieten zu können.

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erstellt am 13.Apr.2016 | 08:00 Uhr

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