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Tönninger Freibad-Verein : Mehr Mitglieder, weniger Badegäste

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der kühle Sommer verregnet die Bilanz des Fördervereins Meerwasser-Freibad Tönning. Ein Lichtblick: Die Mitgliederzahl ist von 100 auf 140 gestiegen.

Zuversichtlich gehen die Mitglieder des Fördervereins Meerwasser-Freibad Tönning in die Saison 2018. Trotz gestiegener Kosten und weniger Einnahmen stehen aktuell 17.000 Euro Guthaben für künftige Investitionen zur Verfügung. Das verkündete Kassenwart Kurt Baumgardt im Rahmen der Jahresversammlung im Strandhotel „Fernsicht“. „Ein beachtliches Ergebnis trotz Einbau einer neuen Heizungsanlage im Bad, steigender Personalkosten und ein Rückgang der Einnahmen“, stellte er fest. Weniger Gäste als 2016 waren ins Freibad gekommen, was dem schlechten Wetter geschuldet war.

„Das Geld müssen wir nicht zwangsläufig 2018 ausgeben. Macht euch Gedanken, wie wir es sinnvoll einsetzen können“, bat der Vorsitzende, Jacob Peters. Ein Wunsch aus der Runde kam prompt: eine neue Rutsche zur Attraktivitätssteigerung. „Mit 17.000 Euro kommen wir aber nicht aus. So ein Gerät kostet über 50.000 Euro. Dazu müssten wir Sponsoren ins Boot holen“, so der Vorsitzende. Vielleicht, so die Idee von Mitglied Hans-Ulrich Proß, könnten Fördermittel aus dem Modellvorhaben „Land(auf)Schwung“ der Bundesinitiative „Ländliche Entwicklung“ generiert werden. Das Bad habe ja auch Bedeutung für die ganze Region Eiderstedt. „Ich werde mich darum mal kümmern“, versprach Jacob Peters. Ansonsten sei er für weitere Anregungen offen. Weiter berichtete er über die Saison 2017. 25.000 Gäste hatten das Freibad besucht. Das waren 6000 weniger als 2016. Es fehlten die Tagesbesucher. Eindeutig sei das der Wetterlage geschuldet gewesen.

Höhepunkt des Jahres war die Übergabe der Heizungsanlage an die Stadt (wir berichteten). Sie funktioniere technisch einwandfrei. Eigentlich sollte sie das Wasser laut Vorstandsbeschluss auf 20 Grad erwärmen. Wegen vieler Stürme und Regen konnte das Ziel aber nicht immer erreicht werden. Darüber hätten einige Gäste ihren Unmut geäußert. „Wir konnten nur um Verständnis bitten. Wir hoffen auf einen besseren Sommer 2018. Vorsorglich werden wir dann die Wassertemperatur auf 22 Grad hochfahren“, so Peters. Die Verbrauchskosten in der Saison 2017 lagen bei rund 6000 Euro brutto. Die Summe konnte aus Rücklagen bezahlt werden.

Positiv zu vermerken sei auch der gewachsene Mitgliederbestand. Waren es 2016 noch gut 100, so gehörten nun 140 dazu. Ganz neu dabei sei die Gemeinde Kotzenbüll. Dessen anwesenden Bürgermeister Andreas Jacobs begrüßte er besonders. Gern hätte er noch mehr Kommunen, insbesondere Oldenswort und Garding, mit im Boot. Die dortigen Schulen würden das Tönninger Freibad regelmäßig nutzen. Eine Unterstützung des Fördervereins täte gut. Gut sei auch, dass der Verein beim Weihnachtsereignis regelmäßig Flagge zeige und Einnahmen durch Kuchen- und Getränkeverkauf erhalte.

In diesem Jahr werden erstmals Zwölfer-Karten sowie Jahreskarten für 2018 verkauft, so Peters. Der Förderverein werde diesmal am 10. Dezember dabei sein. Zu danken habe er der Stadt für die gute Zusammenarbeit und dem ehrenamtlichen Schwimmbad-Team, besonders den Kassiererinnen, die auch bei schlechtem Wetter ausgeharrt und den Kiosk besetzt hätten.

Matthias Hasse, Büroleiter der Stadt Tönning, bedankte sich im Namen der in Urlaub befindlichen Bürgermeisterin Dorothe Klömmer für den ehrenamtlichen Einsatz zugunsten aller Bürger und Gäste.

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