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Baumpflege-Aktion in Tating : Mehr Licht im Hochdorfer Garten

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Viel Pflege benötigt der einzigartige Hochdorfer Garten in Tating. So wurden jetzt Linden, Traubeneichen und eine Buche mit der Säge bearbeitet – für besseres Wachstum und zur Sicherheit.

Lichter und luftiger präsentiert sich der Hochdorfer Garten in Tating nach umfangreichen Baumpflegearbeiten. Spezialisten rückten den Linden und Buchen mit Hubwagen und Sägen zu Leibe. „In Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege haben wir diese Maßnahmen vornehmen lassen“, sagte der Vorsitzende der für dieses einzigartige Gartenjuwel zuständige Richardsen-Bruchwitz-Stiftung, Hans-Georg Hostrup.

Bearbeitet wurden die 166 Linden der beiden Alleen die durch den barocken Teil des Gartens verlaufen. Es wurde der Leittrieb gekürzt, damit die Bäume mehr seitlich austrieben, wie Hostrup erläuterte. Außerdem soll auch mehr Luft und Licht an die Baumkronen. Auch die 30 älteren Linden, die in vier Reihen vor dem Haubarg stehen, erhielten einen Schnitt zur Kronenentlastung. Außerdem wurden Stamm- und Stockaustriebe entfernt.

Mit einer ganz besonderen Technik wurd die große Buche vor dem Schweizer Haus im Hochdorfer Garten ausgestattet. Sie erhielt, so Hostrup, ein Kronensicherungssystem. Das sorgt dafür, dass große Äste im Fall des Falles nicht auf die Straße stürzen, sondern aufgefangen werden. Für die Verkehrssicherheit wurde gleich noch Bruch- und Totholz aus der Baumkrone entfernt und diese gekürzt. Mit dem gleichen Ziel gingen die Baumpfleger auch in den Traubeneichen an der Ruine und am Ehrenmal zu Werke. So sind auch Kronen nun um einiges leichter und sicherer geworden. „Es kommt nun deutlich mehr Licht in den Garten“, sagt Hostrup, der sich auf viele Besucher freut, die diesen Anblick jetzt oder im kommenden Jahr genießen wollen.

Knapp 35.000 Euro kosten diese Arbeiten im Hochdorfer Garten. Gut ein Drittel übernimmt das Landesdenkmalamt, wie Hans-Georg Hostrup erklärte. Das weitere Geld kommt von der Richardsen-Bruchwitz-Stiftung. Der Hochdorfer Garten geht auf das Jahr 1764 zurück. Er ist vier Hektar groß und als bedeutendes Gartendenkmal anerkannt.

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erstellt am 13.Okt.2015 | 07:00 Uhr

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