Bredstedt : Mehr Kunden in die Osterstraße

In der Osterstraße machen laut Knut Jessen künftig nur größere Geschäftseinheiten Sinn.
In der Osterstraße machen laut Knut Jessen künftig nur größere Geschäftseinheiten Sinn.

Eine Machbarkeitsstudie über die Entwicklung des Einzelhandels soll mögliche Wege aufzeigen.

shz.de von
01. März 2018, 07:00 Uhr

Die Stadt Bredstedt will im Rahmen einer Machbarkeitsstudie die weitere Entwicklung des Einzelhandels untersuchen lassen. Hierfür gibt es Fördermittel in Höhe von 7.700 Euro über die Aktiv-Region Nordfriesland Nord. Dabei soll, so Bürgermeister Knut Jessen, das gesamte Stadtgebiet nebst den Nachbargemeinden Breklum und Struckum an der Bundesstraße 5 von Fachleuten unter die Lupe genommen werden. Insoweit habe er bereits Kontakt mit Professor Dr. Rainer P. Lademann von der Gesellschaft für Unternehmens- und Kommunalberatung in Hamburg aufgenommen.

Schon seit mehr als zehn Jahren gibt es zwischen der Stadt Bredstedt und den beiden Kommunen eine ortsübergreifende Entwicklungsplanung. Die Studie soll fundierte Grundlagen für die politischen Entscheidungsträger und Gremien, die Verwaltung sowie Unternehmer und potenzielle Investoren liefern.

„Viele kleine Läden sind nicht mehr zeitgemäß. Wir müssen in größeren Dimensionen denken“, erläutert der Stadt-Chef. Ziel der Analyse sei es, zu erfahren, wer überhaupt in Bredstedt einkauft sowie wo und warum. 5.400 Einwohner hat Bredstedt. Rundherum lebten 20.000. Er kenne beispielsweise viele Hattstedter, die in Bredstedt in den Einzelhandelsketten in der Nähe des Kreisels oder in Breklum einkauften, so Jessen. Die Auswärtigen lobten die komfortable Verkehrsanbindung über die B 5 und die Parkmöglichkeiten direkt an den Geschäften.

„Welche Kunden würde man nun aber beispielsweise in die Osterstraße ziehen, wenn entsprechende Angebote da wären, und wonach suchen sie überhaupt?“, fragt sich Jessen und hofft auf Antworten. Er könne sich nach wie vor Fachgeschäfte vorstellen, jedoch in attraktiver Präsentation und größerem Stil, wie beispielsweise in Ladenzeilen. Das würde ziehen. Ein Anfang werde im inzwischen abgerissenen ehemaligen Schlange-Komplex gemacht. Dort seien sowohl eine Ladenzeile, als auch Wohnungen vorgesehen. Um potentielle Investoren in die Stadt zu ziehen, bräuchte man aber genau wie die Landesplanung konkrete Zahlen. „Der Gutachter wird das durch Umfragen ermitteln“, so der der Bürgermeister. Integriert werden Bürger, Vereine, Verbände und die Handels- und Gewerbevereine (HGV) Bredstedt und Breklum/Struckum.

Und wie sieht es Bredstedts HGV-Chef Manfred Feddersen? „Ich finde das eine spannende Geschichte und bin auf Ergebnisse gespannt.“







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