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Bredstedt : Mehr I-Pads für Gemeinschaftsschule

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Hauptausschuss des Schulverbands befürwortet die Investition in digitale Medien – so wird die Bredstedter Gemeinschaftsschule zum Vorzeige-Modell.

Schülern adäquate Medienbildung zu vermitteln, ist nicht nur Auftrag des Ministeriums für Schule und Berufsbildung an die Lehrkräfte der Gemeinschaftsschule Bredstedt, sondern der digitalen Entwicklung im Berufsleben geschuldet. „Wir stoßen mit unseren jetzigen Möglichkeiten, unserem Bildungsauftrag gerecht zu werden, gerade an Grenzen, denn die Entwicklung geht rasant weiter“, machte Rektorin Carmen Alsen den Mitgliedern des Hauptausschusses im Schulverband Mittleres Nordfriesland deutlich.

I-Pads statt herkömmlicher Computer zu nutzen, sei nicht nur Trend, sondern die Zukunft. Die Schule werde in Kürze „Modellschule für digitale Medien“. Ein entsprechender Zuschlag vom Land, verbunden mit einer Fördersumme von 20.000 Euro, sei bereits aus Kiel angekündigt worden. Das verpflichte. Der Unterricht in der im Herbst des vergangenen Jahres mit Hilfe von Sponsoren sowie im Rahmen einer kreisweiten Aktion des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages (sh:z) eingerichteten I-Pad-Klasse unter Leitung des Fachlehrers Ulf Westphal laufe gut. Zunächst wurden die I-Pads in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch genutzt, inzwischen in fast allen Fächern. Integriert ist dabei die Arbeit mit dem Whiteboard. „Es funktioniert. Gut wäre es, wenn im Laufe des kommenden Schuljahres 2017/18 für alle 103 angemeldeten Schüler der fünften Klassen I-Pads zur Verfügung stehen würden“, so die Bitte der Schulleiterin an das Gremium. Bereits in der Bredstedter Grundschule würden die Grundlagen geschaffen, denn die Schüler dort kämen ebenfalls in den Genuss von Unterrichtseinheiten mit I-Pads, so dass es idealerweise für die zur Gemeinschaftsschule wechselnden Kinder nahtlos weitergehen könne.

Um die Anschaffungskosten zu Lasten des Schulverbandes von 360 Euro pro Stück, insgesamt also 37.080 Euro, weiter zu reduzieren, würde, so Alsen, mit den Eltern ein monatlicher Eigenanteil vereinbart werden. Vielleicht sei ja auch der eine oder andere Sponsor bereit, das Projekt zu fördern. Im Kollegium sei angedacht worden, die mittlerweile veralteten herkömmlichen Rechner kontinuierlich abzubauen.

Derzeit gebe es zwei Fachräume, in denen 21 Computer für die Gemeinschaftsschule sowie zwölf für das Förderzentrum zur Verfügung stehen. Die jährlichen Wartungskosten betragen 15.000 Euro. Für die I-Pads würden nur 12.000 Euro jährlich anfallen. Zur Frage aus der Runde, weshalb man sich dabei auf die Marke „Apple“ einschieße, obwohl es vielleicht noch günstigere Anbieter gibt, beantwortete Alsen: „Wir haben uns intensiv damit beschäftigt. Apple ist auch von rechtlicher Seite sicherer. Auch die Grundschule nutzt die Geräte.“

Ausschuss-Mitglied Hans-Jakob Paulsen fasste zusammen: „Es gibt keine Frage, wir müssen an die Zukunft denken und dafür sorgen, dass den Schülern das Wissen vermittelt wird.“ Er regte an, auch Kontakt mit Verantwortlichen der Windbranche hinsichtlich möglichem Sponsoring aufzunehmen. Verbandsvorsteher Dr. Edgar Techow erklärte: „Ich nehme allgemeine Zustimmung wahr. Wir nehmen den Punkt auf die Tagesordnung für die Schulverbandssitzung am 7. Juni. Bis dahin stellen wir ein detailliertes Konzept mit finanziellem Hintergrund vor.“

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