Wyker Hafen : Mehr Güter im Hafen Wyk gelöscht

Die Catjan von Jan Christiansen trägt mit ihren Transporten von und nach Föhr zum Wachstum bei.
Die Catjan von Jan Christiansen trägt mit ihren Transporten von und nach Föhr zum Wachstum bei.

Wyker Hafenamt legt Jahresstatistik vor und verweist auf steigende Tonnage und stabile Passagierzahlen.

shz.de von
03. Februar 2018, 15:00 Uhr

Der Wyker Hafen hat sich auch im Jahr 2017 als beachtlicher Wirtschaftsfaktor bewährt. Das ist der Bilanz zu entnehmen, die Gerd Jakobsen vom Hafenamt vorgelegt hat. Wie in den Vorjahren zeige sich der Umschlag „erfreulich stabil auf einem guten Niveau.“ Die Zahl der Passagiere und die der Kraftfahrzeuge steige seit einigen Jahren leicht an. Dabei ragt der LKW-Verkehr mehr und mehr hervor.

Zudem habe sich der Frachtumschlag im Binnenhafen ebenfalls wie in den vergangenen Jahren erhöht. Dies sei laut Jakobsen in erster Linie auf den Massenumschlag von Baumaterialien für den Straßenbau sowie für die Errichtung des neuen Hotels am Südstrand zurückzuführen.

Die Zahl der Passagiere ist nahezu konstant geblieben bei 650.000. Das gilt auch für die Menge transportierter Pkw und Anhänger, die kaum verändert bei 111.000 liegt. Die Zahl der Lkw mit Anhänger wuchs hingegen von rund 14.000 auf knapp 15.000 – ein Plus von 6,4 Prozent. Fahr- und Motorräder bringen es in der Statistik auf weiterhin rund 27.000. Deutlich veränderte sich die beförderte Gütermenge. Während 2016 nur 47.634 Tonnen im Binnenhafen gelöscht wurden, waren es in 2017 schon 51.220 Tonnen. Auch bei der Ausfuhr gab es einen beachtlichen Zuwachs von 729 auf 811 Tonnen (11,25 Prozent).

Bei den Schiffsbewegungen für die Fähren und Fahrgastschiffe mache sich der Einsatz der größeren Fährschiffe der W.D.R. bemerkbar. Hier seien 116 Anläufe weniger zu verzeichnen. Im Frachtverkehr hingegen seien durch das Umschlagplus auch Zuwächse bei den Anläufen zu notieren.

Bei den Kuttern erklärt sich der Anstieg durch ein zusätzlich in Wyk beheimatetes Fahrzeug. Der Zuwachs bei sonstigen Fahrzeugen ist durch die Pontons für den Neubau der Alten Mole begründbar.

Einer der Unternehmer, der mit seinen Schiffen Catjan und Sandshörn zum Güterumschlag im Hafen beiträgt, ist Jan Christiansen. Auf Anfrage unserer Zeitung erklärt er, an dem von Gerd Jakobsen erwähnten Hotel- und Straßenbau auf Föhr beteiligt gewesen zu sein. „Aber ich spüre auch die Zunahme der Transporte mit Lkw über die Fähren.“ Offenbar würden Auftraggeber, vor allem Insulaner, längst nicht mehr in dem früheren Umfang Güter auf seine Schiffe verladen lassen. Das bekümmere ihn schon, lässt Christiansen durchblicken. Aber er halte an seiner Auffassung fest: „Ich investiere in die Region, und ich lebe von den Aufträgen aus der Region.“ Daher wünscht er sich, dass ihm nicht nur über den Preis, sondern wegen seiner Flexibilität und gewachsenem Vertrauen Aufträge erteilt werden. Fest einplanen könne er auf jeden Fall zwei Aufgaben: Baggerarbeiten im Auftrag des Landesbetriebs und die Kontrolle von Seekabeln für die SH Netz und die Telekom.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen