zur Navigation springen

Erfreuliche Entwicklung : Mehr Gäste und Übernachtungen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Tourismus-Bilanz des Statistischen Landesamtes weist für Husum im ersten Halbjahr einen zweifachen Anstieg aus. „Wir sind auf einem guten Weg, müssen aber am Ball bleiben“, sagt Tourismus-Chefin Jutta Albert.

shz.de von
erstellt am 05.Sep.2014 | 12:00 Uhr

Nun hat es die Tourismus-Zentrale schriftlich: Die Zahl der Gäste, die im ersten Halbjahr in Husum übernachtet haben, ist im Vergleich zu 2013 um 5,2 Prozent gestiegen. Im gleichen Zeitraum gab es sogar 6,4 Prozent mehr Übernachtungen als im Vorjahr. Die amtliche Beherbergungsbilanz des Statistischen Amtes für Schleswig-Holstein gibt die monatliche Entwicklung im Übernachtungstourismus wieder und wertet dabei alle Betriebe mit zehn oder mehr Betten aus. In Husum werden in dieser Statistik hauptsächlich die Hotel- und Campingbetriebe sowie die Übernachtungen in der Jugendherberge erfasst.

„Alle, die sich in Husum für den Tourismus engagieren, können mit diesem Ergebnis sehr zufrieden sein“, sagt Jutta Albert, Geschäftsführerin der Tourismus- und Stadtmarketing Husum GmbH (TSMH), und ergänzt: „Mit mehr als 32.000 Gäste-Ankünften im ersten Halbjahr 2014 liegt das Husumer Stadtgebiet auf Platz drei der nordfriesischen Gemeinden – nach den Gemeinden Sylt und St. Peter-Ording.“ Da Husum ein typisches städtetouristisches Ziel sei, blieben die Gäste hier allerdings nicht so lange wie in den Kurorten oder auf den Inseln. Zwei, drei Tage habe der Aufenthalt im Mittel in Nordfrieslands Kreisstadt im ersten Halbjahr gedauert. „Husum ist damit ein typisches Kurzreiseziel“, stellt Albert fest. „Die Aufenthaltsdauer auf Föhr und Amrum liegt zum Beispiel bei mehr als acht Tagen, aber auch auf den Inseln geht die Aufenthaltsdauer – einem bundesweiten Trend folgend – langsam zurück. Wir sind in Husum auf einem guten Weg, müssen aber im Tourismus weiter am Ball bleiben“, erklärt Albert.

Wichtig sei, dass Politik, Stadtverwaltung, TSMH und Privatunternehmen das Thema in der Stadt weiter gemeinsam und im Dialog mit den Einheimischen, die nichts oder wenig mit Gästen zu tun hätten, voranbringen, so Albert weiter. „Aus meiner Sicht können wir in Husum vor allem in der Service-Qualität punkten. Die meisten der bestehenden Hotels haben ebenfalls in den letzten Jahren in ihre Ausstattung investiert. Auch viele Privatunterkünfte bieten eine hohe Qualität.“ Im öffentlichen Raum gibt es nach Auffassung der TSMH-Chefin jedoch noch „Luft nach oben“. Dabei gelte es immer zu bedenken, dass eine Verbesserung der Aufenthalts-Qualität für den Gast zugleich den Einheimischen zugutekomme.

Unterdessen begrüßt der Husumer Wirtschaftskreis den Vorstoß der Politik, ein touristisches Entwicklungskonzept erarbeiten zu lassen. „Seit Jahren ist offensichtlich, dass Husum seine Rolle im touristischen Umfeld nur ungenügend ausfüllt“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung. Und weiter: „Durch eine externe Beratung sollten Zukunftsbedarfe im Tourismus definiert werden. In diesem Zuge sollte geklärt werden, wer die Verantwortung für die Umsetzung der erarbeiteten Ziele trägt.“ Die vier Wirtschaftsvereine hätten seit längerem auf die Notwendigkeit hingewiesen, ein Entwicklungskonzept zu erarbeiten, und ihre Mitarbeit angeboten. Die Kosten für das Konzept lägen jedoch eindeutig in der politischen Verantwortung der Stadt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen