Nachmittags-Betreuung : Mehr Anmeldungen als je zuvor

Betreuung nach der Schule wird immer beliebter.
Betreuung nach der Schule wird immer beliebter.

Viele Familien nutzen die Nachmittags-Betreuung im Ostenfelder Mädchentreff.

shz.de von
19. Januar 2018, 12:00 Uhr

Schulsozialarbeit und Nachmittags-Betreuung – diese beiden Themen beschäftigten die Mitglieder des jüngsten Ostenfelder Sozialausschusses ganz besonders. Immer mehr Familien nutzen die Nachmittags-Betreuung, die in den Räumen des Mädchentreffs stattfindet. Um die Kinder kümmert sich Sarah Thomsen – zehn Stunden die Woche leistet sie Schulsozialarbeit, und 20 Stunden engagiert sie sich in der Nachmittagsbetreuung. „Diese Konstellation ist sehr positiv. Einige Kinder vom Vormittag sieht Sarah dann am Nachmittag wieder“, sagte Gemeindevertreter Bernd Petersen (CDU).

Sie habe viele Elterngespräche geführt, berichtete die Schulsozialarbeiterin, die in Kosel (Kreis Rendsburg-Eckernförde) lebt und seit 2016 im Mädchentreff angestellt ist. „Unsere Tabelle zur Nachmittags-Betreuung zeigt deutlich, dass wir im zweiten Halbjahr 2017 gleich zwölf neue Kinder begrüßen durften und dass die Kinder mehr Tage als zuvor bei uns in der Nachmittags-Betreuung bleiben“, fügte Mädchentreff-Leiterin Ute Babbe hinzu. Damit gab es im Schuljahr 2017/2018 im Schnitt mehr neue Anmeldungen als in den Jahren zuvor. In den vergangenen Monaten habe man auch gemerkt, dass die Eltern sich absichern und lieber das Komplettpaket buchen, so Babbe. Außerdem würden immer mehr Kinder aus den benachbarten Dörfern das Angebot nutzen. Ein Grund für die hohe Nachfrage sei, so vermutet Babbe, dass die Kinder mit den Bussen nur zu bestimmten Zeiten nach Hause fahren können – und diese decken sich nicht mit den Arbeitszeiten der Eltern. „Die Tendenz für die nächsten Jahre ist, dass die Kinder seltener nur für einen Tag angemeldet werden, sondern immer öfter auch mehrere Tage die Woche in die Nachmittags-Betreuung kommen werden“, so Babbe.

Von 115 Schulkindern an der Ostenfelder Otto-Thiesen-Schule werden derzeit 28 Kinder nach der Schule betreut. Auf erhöhte Nachfrage hin habe es sogar vier zusätzliche Sonnabend-Betreuungstage und eine am Heiligabend gegeben. Die reguläre Nachmittags-Betreuung beginnt täglich um 12 Uhr und endet montags bis donnerstags um 17 Uhr, freitags um 15 Uhr. Auf Nachfrage von Bernd Petersen bezifferte Babbe die Gesamteinnahmen in 2017 auf 60.900 Euro. 24.900 davon seien Elterngebühren, 25.000 Euro kommen vom Schulverband, knapp 8.200 Euro von Land und Kreis zusammen, sowie 1.600 Euro steuert der Mädchentreff bei.

Für den Ostenfelder Mädchentreff hatte Bernd Gründer (CDU) übrigens eine gute Nachricht: „Die Gemeinden Wittbek und Winnert haben ihre Beteiligung von bisher 500 Euro jährlich auf jeweils 2.500 Euro erhöht“, erklärte der Ausschuss-Vorsitzende. „Wir waren auf jeder Gemeinderatssitzung der beiden Gemeinden und haben unsere Arbeit dort vorgestellt. Wir sind sehr froh über die größere finanzielle Beteiligung“, machte Leiterin Ute Babbe deutlich.

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