zur Navigation springen

Start am 1. Oktober : Mehr als 30 Kümmerer stehen bereit

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Vier Koordinatoren wurden gewählt – Dirk Paulsen, Kerstin Schaack, Martje Petersen und Ingrid Petersen starten mit ihrem Team, um als Alltagshilfen Aufgaben wie Behörden- oder Arztbesuche oder Fahrdienste zu übernehmen.

Die Frage an alle Haushalte der Gemeinde Bordelum, ob die dörfliche Verbundenheit weiter gilt, wurde vor etwa einem Vierteljahr von der Arbeitsgruppe des Projekts Alltagshilfen für alle Generationen gestellt. Die Antwort vorweg: Und wie. Mehr als 30 Kümmerer haben die Initiatoren um Heinrich Becker, der federführend verantwortlich zeichnet, aquiriert. Dirk Paulsen – einer der vier gewählten Koordinatoren des Projekts Alltagshilfen – bezeichnet Becker daher auch als Motor der Arbeitsgruppe. Bei dem Bankkaufmann Paulsen, der zudem noch Gemeindewehrführer der Freiwilligen Feuerwehr ist, laufen die Fäden ab dem 1. Oktober zusammen. Die weiteren drei Strippenzieher sind: die Pastorin Kerstin Schaack, die Vorsitzende des Landfrauenvereins Dörpum, Martje Petersen, und die Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Bordelum, Ingrid Petersen.

Nachdem die Arbeitsgruppe Alltagshilfen aus einem breiten Bündnis von Gemeinde, Kirchengemeinde, DRK, Landfrauen, Kindergarten, Grundschule, Feuerwehr und Vereinen im September 2013 entstand, das Konzept strukturiert wurde, verteilten die Verantwortlichen vor einem Vierteljahr Flyer an alle Haushalte. Die mehr als 2000 Bürger wurden eingeladen, sich an der Mitarbeit im Projekt zu beteiligen. Denn ist eine Verbundenheit künftig überhaupt noch zu realisieren? Es bestanden Zweifel, da die Probleme des demografischen Wandels alle „treffen“ würden. Bislang musste niemand Angst haben. Familie, Nachbarn, Freunde, Bekannte, Vereine und öffentliche Einrichtungen unterstützten.

Doch Heinrich Becker und seine Mitstreiter wollten ein Netzwerk aufbauen, um Bewohner zu finden, die sich dazu bereit erklären, dauerhaft andere zu unterstützen

Die Rückmeldungen sind Beweis, dass die Verbundenheit in der Gemeinde funktioniert. Auch die beiden Teenager Lena-Marie (14) und Dominik (16) gehören zum Team. Das Aufgabenfeld umfasst folgende Beispiele: Begleitung zum Arzt, Behörden- oder Spaziergängen, Besuchs- oder Fahrdienst, Kinderbeaufsichtigung, Hausaufgabenhilfen, Handy- und Computer-Beratung, kleine Hilfen im Haushalt oder Ämterlotse.

Die gewählten Koordinatoren und Kümmerer erhalten eine kleine Entlohnung für ihre Dienste, legten Bürgermeister Peter-Reinhold Petersen und seine Gemeindevertreter bereits fest. Zudem übernimmt die Gemeinde die Trägerschaft für das Projekt und gewährleistet damit auch den Versicherungsschutz. Der gemeinsame Leitsatz lautet: Generationen vernetzen. Die Alltagshilfen sind füreinander da: Jeder hilft Jedem. Jedoch ist es Heinrich Becker und seiner Mannschaft wichtig, dass die Alltagshilfen keine professionelle Hilfe, keinen Pflegedienst oder Gartenservice ersetzen. „Und“, sagt Becker: „Es werden weiterhin neue Kümmerer gesucht.“ Denn die Gemeinde soll für alle Altersgruppen attraktiv bleiben. Zudem sind die Kümmerer zur Verschwiegenheit verpflichtet. Und die Koordinatoren sind das Bindeglied zwischen Hilfesuchenden und Helfern und fast immer unter folgenden Rufnummern erreichbar:

Martje Petersen (Landfrauenverein Dörpum, 04671/5959), Pastorin Kerstin Schaack (Kirchengemeinde, 04671/2227), Ingrid Petersen (DRK Ortsverein, 04671/1576), Dirk Paulsen (Freiwillige Feuerwehr, 04671/5937).


zur Startseite

von
erstellt am 17.Sep.2014 | 14:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen