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Run auf Mildstedt : Mehr als 100 Interessenten für Bauplätze

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Gemeinde Mildstedt ist bei jungen Familien als Wohnort heiß begehrt. Es gibt mehr als 100 Interessenten für das neue Baugebiet, obwohl die Quadratmeterpreise noch nicht feststehen.

Viele junge Zuhörer zählte Bau- und Planungsausschuss-Vorsitzender Reinhard Taube (SPD) anlässlich der jüngsten Sitzung. Kein Wunder, nach wie vor sind die Plätze im neuen Baugebiet äußerst heiß begehrt. Immer noch kommen Anfragen, im dreistelligen Bereich liegen sie bereits vor. „Wir haben jetzt jene 60 Bewerber zum 14. Dezember eingeladen, die sämtliche Kriterien für den Kauf von Bauland im neuen B-Plan 23 erfüllen“, teilte Bürgermeister Bernd Heiber (SPD) mit.

Auf Nachfrage von Einwohner Steffen Lorenzen „hinsichtlich Wohnungen für Behinderte und Senioren im neuen Baugebiet“ sagte Vizebürgermeisterin Telse Jacobsen (CDU): „Wenn dort Wohnungen für Behinderte mit Betreuung gewünscht werden, dann müssten wir als Gemeinde einen Träger dafür suchen.“

Dann stellte Planerin Meike Marxen vom Meldorfer Planungsbüro Sven Methner die Anmerkungen der Träger öffentlicher Belange vor und sagte: „Alle sagen, wir haben nichts dagegen.“ An der Sitzung nahmen neben den vielen Einwohnern zwölf Kommunalpolitiker des Gemeinderates teil.

Zur vorgesehenen Dachneigung mit 45 Grad kritisierte Hans-Dieter Emmel (CDU): „In welcher Sitzung ist über diese 45 Grad beraten worden? Wir waren doch offen für alle Varianten.“ Unterstützt wurde er von Peter-Heinrich Thomsen (CDU): „Walmdach mit 45 Grad ist absolut unüblich.“ Andrea Grunwald (SPD) glättete die Wogen: „Aber wir können es ja auch ändern.“ Nach längerer Diskussion wurde als Vorschlag für die Gemeinderatssitzung beschlossen, dass die Dachneigung ab 35 Grad und steiler werden darf. Dann laute Kritik von Ernst-Julius Levsen (AWM): „Was sollen da Schank- und Speisewirtschaften im Text – oder soll da eine Wirtschaft entstehen?“ Hinweis der Planerin: „Das sind alles Möglichkeiten, die in einem allgemeinen Wohngebiet möglich sind. Man sollte da nicht zu viel rausnehmen.“ Telse Jacobsen: „Man sollte dort ein stilles Gewerbe erlauben – und es nicht zu stark einschränken.“ Nun der laute Hinweis von Gerda Sell (AWM): „Hier steht auch kirchliche Anlagen. Soll das heißen, dass wir da jetzt eine Moschee hinkriegen?“ Meike Marxen: „Es geht um die freie Glaubenswahl.“ Der Vorsitzende: „Wir sind da vom Grundgesetz gebunden und können die Bauplätze in dieser Hinsicht nicht beschränken.“ Die Planerin: „In diesem Wohngebiet wäre es durchaus möglich, einen Raum zu bauen, in dem sich Gläubige treffen können. Eine Moschee wäre nicht möglich – große Kirchen dürfen da nicht gebaut werden.“ Ernst-Julius Levsen erneut: „Ich sehe gerade – hier sind auch Handwerksbetriebe möglich. Da sind Textpassagen bei, die passen überhaupt nicht. Ihr könnt so entscheiden, ich stimme im Gemeinderat dagegen.“ Reinhard Taube: „Damit wollen wir den Bäcker, der seine Brötchen verkauft, nicht ausschließen.“ Telse Jacobsen: Auch Friseur ist ja ein Handwerksbetrieb.“ Die Planerin: „Es soll ja nur die Möglichkeit offengehalten werden, es heißt nicht, dass ein Bäcker ankommen und da hinten seinen Laden eröffnen kann. So etwas wird natürlich geprüft – beispielsweise, ob er genügend Parkplätze vorhält.“ Über Straßennamen für das Neubaugebiet sei – so sagte Bürgermeister Bernd Heiber – noch nicht gesprochen worden. Auch über die Quadratmeterpreise für die Grundstücke noch nicht.

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