zur Navigation springen
Husumer Nachrichten

18. Dezember 2017 | 23:34 Uhr

Nordfriesland : Mehr als 10.000 Straftaten

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

10.547 Straftaten wurden im vergangenen Jahr in Nordfriesland angezeigt. Stark zugenommen haben Aufenthalts-Verstöße und Einbrüche in Wohnungen.

von
erstellt am 25.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Der Kreis Nordfriesland ist und bleibt ein relativ sicheres Pflaster – auch wenn die aktuelle Kriminalstatistik der Polizeidirektion Flensburg auf den ersten Blick einen völlig anderen Eindruck vermittelt. Denn danach wurden im vergangenen Jahr in Nordfriesland insgesamt 10.547 Straftaten statistisch erfasst. Das entspricht einem Plus von 1609 Fällen und damit sage und schreibe um 18 Prozent.

Das klingt dramatisch, allerdings ist dieser Anstieg zu einem großen Teil auf die in die Höhe geschnellte Zahl von Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz zurückzuführen und nur in geringerem Umfang auf andere Straftaten. So gab es in Bezug auf Aufenthalts-Verstöße einen Anstieg um 736 (!) Prozent auf 962. Dieser steht im Zusammenhang mit der Landesunterkunft für Asylsuchende in der ehemaligen Stapelholm-Kaserne in Seeth, in der im Vorjahr Flüchtlinge untergebracht und nach ausländerrechtlichen Bestimmungen erfasst wurden. Ihr Betrieb war im August 2016 eingestellt worden, so dass die Polizeidirektion für das laufende Jahr wieder einen deutlichen Rückgang der statistisch erfassten Straftaten erwartet.

Die jetzt vorgelegte Statistik weist für Nordfriesland zudem drei (-1) Straftaten gegen das Leben und 89 (-9) gegen die sexuelle Selbstbestimmung aus. Steigende Zahlen gab es bei anderen Gewaltdelikten: So wurden 1109 (+149) Körperverletzungen und 65 (+21) Raubtaten angezeigt. Um 35 Prozent auf 701 nahm im vergangenen Jahr die Zahl der Einbrüche in Nordfriesland zu. Betroffene Objekte waren vor allem Wohnräume, aber auch Werkstätten und Büros sowie Gaststätten. Hinzu kamen 168 Autoaufbrüche, 774 Fahrraddiebstähle und 1180 (+157) Fälle von Sachbeschädigungen. Einen Anstieg um 4,5 Prozent auf 1309 Fälle gab es bei Vermögens- und Fälschungsdelikten.

Mehr als jede zweite Straftat (54,8 Prozent) konnte den Angaben der Polizeidirektion zufolge aufgeklärt werden. Mit 6433 Fällen pro 100.000 Einwohner – der sogenannten Häufigkeitszahl – liegt Nordfriesland im Landesvergleich (7225) im Mittelfeld. Zum Vergleich: In der Stadt Flensburg beispielsweise liegt dieser Wert bei 11.628, im Nachbarkreis Schleswig-Flensburg nur bei 5303.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen