37 Teams am Start : Maulwurfshügel bremsen Betten aus

Pech für das Team aus Enge-Sande (l.). Ein Achsenbruch verhinderte den Zieleinlauf.
Pech für das Team aus Enge-Sande (l.). Ein Achsenbruch verhinderte den Zieleinlauf.

Das 22. Bargumer Bettenrennen war ein voller Erfolg. Die Sonne lachte und 37 Mannschaften mit je sechs Mitgliedern gingen an den Start. Einige Gefährte wurden angesichts von Maulwurfshügeln arg durchgeschüttelt.

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20. Juli 2015, 10:00 Uhr

Kopfbedeckung, Sonnencreme und kalte Getränke waren die wichtigsten Utensilien für Zuschauer und Akteure des mittlerweile 22. Bettenrennens der Landjugend Bargum als Ausrichter..Die sommerliche Hitze hielt aber weder Fans noch Macher aus 37 sechsköpfigen Teams davon ab, sich die kultigen Spaß-Wettbewerbe anzuschauen oder sich ihnen zu stellen.

Kritisch beäugte Ann-Christin Ketelsen aus Enge-Sande noch einmal kurz vor dem Start das selbst kreierte rollende Bett. „Hoffentlich hält das. Da stimmt was nicht mit den Stützen“ – meldete sie ihre Bedenken bei den Mitstreiterinnen ihres Teams an. Doch zum einen blieb keine Zeit mehr für eine schnelle Inspektion, zum anderen war nach dem Motto Augen zu und durch ein wenig Risiko auch nicht schlecht. Auf ging es und tatsächlich: Kurz vor dem Zieleinlauf brach die Konstruktion zur (Schaden-)Freude der Zuschauer in sich zusammen. Die Maulwurfshügel auf der Piste hatten dem Vehikel nach insgesamt sieben Spielstationen den Rest gegeben. Doch sie nahmen es mit Humor. „Eigentlich hätten wir Sonderpunkte kriegen müssen“, waren sich alle einig.

Die Maulwurfshügel bekam auch Astrid Damerow, ihres Zeichens Kreisvorsitzende der CDU Nordfriesland, zumindest am Allerwertesten, zu spüren. Sie saß – wie sollte es auch anders sein – am Steuerrad des zum Schiff umgebauten Bettes. Ansonsten hielt die Konstruktion ihrer Mannschaft von der Jungen Union. „Ich wurde ganz schön durchgerüttelt. Hat aber Spaß gemacht“, so Astrid Damerows Kommentar. „Dabei sein ist alles“, meinte die Langenhornerin Maike. Sie war mit ihrem Team „Die Checker“ – diesmal in knallig-grünen Kostümen – zum zehnten Mal in Folge dabei. Bisher hätten sie es immer geschafft, wenigstens einen Platz im Mittelfeld zu erreichen. Doch der Spaß an der Sache zähle ja schließlich. Ein wenig Pech hatten sie am Ende. Im entscheidenden Moment kamen sie aus welchen Gründen auch immer nicht richtig in Schwung. „Nächstes Jahr sind wir wieder dabei“, so ihr eindeutiges Statement. Am Ende zählt, heil durch das Rennen kommen. Das schafften sie.

Feriengast Hans-Heinrich Meier aus Neumünster wollte sich das kunterbunte Spektakel nicht entgegen lassen. „Toll, dass hier so was von jungen Leuten auf die Beine gestellt wird“, erklärte er. Witzig fand er, dass sich jede Mannschaft eine andere Konstruktion ausgedacht hatte. Ob drei- oder vierrädrig, und mit mehr oder weniger großem Aufwand konstruiert, Voraussetzung war lediglich ein stabiles Bett mit Matratze ohne Hilfsmotor sowie ein Mindestmaß von 90 x 190 Zentimeter vorzuweisen. Die originellen Ausstattungen und Kostümierungen waren einmal mehr Hingucker. Zudem galt es, einige originelle Parcours abzuarbeiten und so viel Punkte wie möglich zu machen. So gab es Denksportaufgaben oder nicht ganz leichte Fragen zu lösen, aber auch die Geschicklichkeit unter Beweis zu stellen.

Nicht einfach war es, so viele Bälle wie möglich von Werfern aus seiner Mannschaft aufzufangen, wenn man auf einem schwankenden Ponton in der Soholmer Au sitzt. Konzentration war gefragt, als es darum ging, nur nach Anschauen einer Figur diese dann mit Legosteinen binnen drei Minuten zu bauen oder sich so viele Gegenstände bis ins Detail zu merken, die nach kurzem Einprägen wieder mit einer Decke verhüllt wurden. Die Akteure der Landjugend Flintbek setzten sich schließlich gegen die Konkurrenz durch. Den ersten Platz für das originellste Bett und beste Kostümierungen heimste das Team „Junge Union“ ein. Für das leibliche Wohl sorgten viele Freiwillige unter der Leitung von Hansine Sönksen, übrigens von Anfang an dabei. Der Erlös aus dem Verkauf der gespendeten Kuchen wird einem guten Zweck in der Gemeinde Bargum zufließen. Die zweite Vorsitzende, Freia Andresen, war am Ende zufrieden. „Klasse Wetter, viele Menschen, was wollen wir mehr. Jedes Jahr kommen mehr Mannschaften. Als wir anfingen waren wir im Schnitt 15.“

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