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Husumer Nachrichten

13. Dezember 2017 | 21:54 Uhr

Masten verschandeln das Stadtbild

vom

Friedrichstädter Stadtrat verabschiedet einstimmig Resolution gegen die oberirdische Verlegung der Westküstentrasse

shz.de von
erstellt am 10.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Friedrichstadt | 15 Tagesordnungspunkte in 70 Minuten - ein neuer Rekord? Womöglich - doch eine "Treibjagd" war die Stadtratssitzung am Donnerstagabend keinesfalls. Gleich zu Beginn leuchtende Augen beim Stadtoberhaupt Eggert Vogt (SPD): "So viele Zuhörer hatten wir selten." Mit in der Runde saß der Leitende Verwaltungsbeamte Claus Röhe. Dann eine Verpflichtung: Frank Nehlsen (CDU) wurde als Mitglied in das 13-köpfige Gremium aufgenommen. Einstimmig in den Kulturbeirat gewählt wurden Elke Burmester, Hanna von Kühnhardt, Heinrich Mannel und Jan Stümpel.

Tourismus geschwächt


Zum Tagesordnungspunkt Abschluss eines Ko-Finanzierungsvertrages für den kirchlichen Friedhof machte der Bürgermeister deutlich: "Für 2013 werden wir den Fehlbetrag der Kirche ausgleichen. 2007 bis 2011 hatten wir dieses Beteiligungsmodell schon einmal, wir mussten da lediglich in einem Jahr einsteigen. Gerechnet wird mit einem Defizit von 10 000 Euro." Jörn Fischer dankte der Kirche in Person von Pastor Jordan für die gute Ausarbeitung und Zusammenarbeit.

Die Resolution der Stadt Friedrichstadt gegen die oberirdische Verlegung der Westküstentrasse hatte Stadtrat Björn Jensen (CDU) ausgearbeitet. Gründe: "Eine oberirdische Trassenführung würde die Attraktivität Friedrichstadts für den Tourismus erheblich schwächen; In den angrenzenden Gebieten von Eider und Treene würde eine oberirdische Leitung in den derzeit vorgeschlagenen Trassenvorschlägen die Futter- und Schlafplätze der Vögel durchschneiden und zu Verlusten führen. Ebenso würde eine Höchstspannungsleitung (380 KV) in direkter Nähe der Stadt eine empfindliche Störung des teilweise denkmalgeschützten einmaligen Stadtbildes darstellen. Mit geplanten Masten von bis zu 60 Metern Höhe würden sie die für Friedrichstadt ortsprägenden Kirchen und Giebelhäuser erheblich überragen. Gleichwohl steht die Stadt einer möglichen unterirdischen Trassenführung offen gegenüber.

Bürgermeister Vogt teilte weiter mit: Am Donnerstag (15.) stellt sich eine Firma vor, die Straßenbeleuchtung vertreibt; am Freitag (16.) wird die TenneT von 8 bis 14 Uhr einen Stand im Foyer des Rathauses aufbauen, und: das Straßenbauamt hat zugesichert, dass das Hinweisschild Stadtdenkmal Friedrichstad an der neuen B-5-Abfahrt Bütteleck wieder aufgestellt wird.

Mit der Überprüfung der Stadt brücken wurde eine Fachfirma zum Preis von 9000 Euro beauftragt. Die Stadt meldet sich bis zum Monatsende als Interessent für Förderprogramme an - je ein Drittel dieser Kosten tragen Bund, Land und Kommunen.

Zur vorhandenen Weihnachtsbeleuchtung, die der HGV im Advent aufhängt, sagte Eggert Vogt: "Nach Aussage des Bauhofes ist die Schrott. Anlieger des Marktplatzes und der Prinzenstraße sind für den 4. September zu einem Gespräch geladen, denn die Stadt ist nicht verantwortlich für die Weihnachtsbeleuchtung."

Stadtrat Bernd Güldenpenning (FBV) übte scharfe Kritik in Bezug auf die Straßenreinigung durch die Anwohner: "Ich finde es störend, dass in einigen Straßen Disteln und Unkraut wachsen. Andere Straßen dagegen sind sauber. Wir haben dazu doch eine Satzung beschlossen." Ernst-Otto Huß (FBV) gab noch eins drauf: "Das Problem ist, dass die Stadt auch ihren Pflichten nicht nachkommt." Bürgermeister: "Die Bauhofmitarbeiter schaffen das nicht. Es ist bereits der Besenwagen aus Husum hier im Einsatz und Leute vom TSBW aus Husum übernehmen die Unkrautvernichtung."

Einstimmig verabschiedet wurde die Änderung des Bebauungsplans Nr. 8 für das Gebiet an der Straßenecke Am Ostersielzug und Schleswiger Straße. Dort wird ein Einkaufsmarkt erweitert. Einstimmig beschlossen auch der entsprechende Satzungsbeschluss dazu.

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