zur Navigation springen
Husumer Nachrichten

21. Oktober 2017 | 19:42 Uhr

Simonsberg : Mastbetrieb noch nicht vom Tisch

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein Simonsberger Landwirt hat die Verlängerung der Genehmigung für eine Schweinemastanlage beantragt. Die Entscheidung darüber soll im Januar fallen.

von
erstellt am 08.Dez.2016 | 14:00 Uhr

Die umstrittene Mastschweine-Anlage in Simonsberg wird die Anwohner und die Region weiter beschäftigen. Der Landwirt hat seine Pläne für die Errichtung der Anlage im Ortsteil Finkhaushallig nicht beerdigt. Er hat rechtzeitig vor Ablauf der Frist einen Antrag beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume (LLUR) auf Verlängerung des Genehmigungsbescheids um weitere zwei Jahre für die Errichtung und weitere drei Jahre für die Inbetriebnahme der Anlage gestellt. Das erklärte das LLUR auf Anfrage unserer Zeitung. Die Entscheidung über diesen Antrag soll im Januar gefällt werden. Zuvor müssen noch einige Behörden Stellungnahmen dazu abgeben. Die Prüfung erfolge auf der Basis der aktuellen Rahmenbedingungen.

Der Landwirt plant die Erweiterung seines Betriebs von 900 auf 2986 Mastplätze. Dazu werden drei Ställe umgebaut. Außerdem sollen drei Futtersilos mit je 30 Tonnen Lagerkapazität, ein Güllehochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 2668 Kubikmeter und ein Verladeplatz mit Vorgrube neu errichtet werden.

Das LLUR hatte vor zwei Jahren die Genehmigung für das Vorhaben erteilt. Da Knudsen inzwischen nicht gebaut hatte, musste er nun den Antrag stellen, um sich die Option offen zu halten. Das Projekt hatte im Dorf, aber auch im benachbarten Husum und in der Region viele Proteste ausgelöst. Tier- und Naturschützer hatten sich zu Wort gemeldet. Es wurde die Bürgerinitiative „Gute Luft für Finkhaus“ gegründet, die zu mehreren Versammlungen eingeladen hatte. 308 Einwendungen von 362 Bürgern und Verbänden wurden im Genehmigungsverfahren eingereicht. Außerdem hat der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) im vergangenen Jahr Klage eingereicht, die allerdings noch nicht verhandelt worden ist.

Sollte der Landwirt auch in den kommenden zwei Jahren nicht mit dem Bau beginnen, könne er einen weiteren Antrag auf Verlängerung stellen, so das LLUR. Das sei auch mehrfach möglich.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen