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Konzertierte Aktion : Marvin zurück ins Leben helfen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Rotary-Club Husum und Freiwillige Feuerwehr wollen dem verunglücktem Jugendfeuerwehrmann Marvin Kuhn mit einem Crowdfunding-Projekt zur Seite stehen. Es soll ein Caddy angeschafft werden.

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erstellt am 14.Mai.2017 | 16:00 Uhr

Im Mai vergangenen Jahres erlitt der 17-jährige Marvin Kuhn, Mitglied der Jugendfeuerwehr in Husum, nach einen schweren Verkehrsunfall mit seinem Motorroller ein Schädel-Hirn-Trauma (wir berichteten). Fünf Monate lag er im Koma. Zwei Tage nach seinem 17. Geburtstag erklärten ihn die Ärzte der Unfallklinik Heide für wach. Daraufhin wurde der junge Mann in der Fachklinik für Neurologie und im Neurologischen Rehabilitationszentrum für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Geesthacht weiterbehandelt.

Marvin Kuhn muss fast alles neu erlernen – sprechen, laufen, sogar schlucken. Aber er hat den Kampf um das Leben aufgenommen und bereits erste beeindruckende Erfolge erzielt. Seine Mutter hat ihre Berufstätigkeit aufgegeben und unterstützt seinen Genesungsprozess. Mitte des Jahres soll Marvin nach Hause zurückkehren. Um ihrem Sohn die Rückkehr ins Leben zu erleichtern, ist die Familie bereits Anfang März in eine neue, ebenerdige Wohnung gezogen. Die ist allerdings teurer als die alte.

Das ist nicht die einzige Veränderung, die Marvins tragischer Unfall für ihn selbst und seine Eltern zur Folge hat. Zwar kann er inzwischen feste Nahrung zu sich nehmen und sich mittels einer eigenen Zeichensprache ganz gut verständlich machen. Doch ein Sprachcomputer würde Marvin die Kommunikation mit seiner Umwelt natürlich ungleich erleichtern. Das gilt auch für ein spezielles Bett, das er brauchen wird, wenn er aus Geesthacht nach Husum zurückkehrt. Aber wie seine weitere Behandlung kosten auch solche medizinischen Hilfsmittel Geld.

Zwar werden die Kosten größtenteils von der Krankenkasse übernommen, doch ein Teil der Last bleibt schon noch bei der Familie hängen. Zusatzlasten, die diese allein nur schwerlich stemmen kann. Geld für ein Auto, das sowohl Marvin als auch seinen Rollstuhl, auf den er angewiesen ist, transportieren kann, ist jedenfalls nicht vorhanden. Deshalb hat der Rotary-Club Husum mit Unterstützung der Husumer Feuerwehr ein Projekt aus der Taufe gehoben, mit dessen Hilfe ein neuwertiger Caddy mit Heckausschnitt und Auffahrrampe beschafft werden soll, und wirbt dafür auf der Crowdfunding-Plattform der Husumer Volksbank. Unter dem Motto „Gemeinsam für unsere Region“ können dort gemeinnützige Projekte unterstützt werden. „Was einer nicht schafft, das schaffen viele“, lautet die Grundidee. Jede Spende ab zehn Euro wird von der Husumer Volksbank mit weiteren fünf Euro unterstützt.

Der Rotary-Club Husum hat die Rolle des Projekt-Initiators übernommen und wirbt gemeinsam mit den Husumer Nachrichten öffentlich um Unterstützung. Er kann auch Spendenquittungen ausstellen. Die erste Hürde wurde bereits gemeistert. Schnell waren 245 Fans gefunden, die das Vorhaben auf der Volksbank-Plattform unterstützten – 145 mehr als erforderlich. Deshalb geht das Projekt jetzt auch in die Spendenphase. Und so hofft der Club inner- und außerhalb der Region auf möglichst viele Mitstreiter.

„Familie Kuhn ist durch den Schicksalsschlag von Marvin schwer getroffen worden“, sagt Club-Pressesprecher Rainer Bruns. Aber sie habe die Herausforderung angenommen und verdiene Solidarität. Wer ihr dabei helfen oder mehr über den Stand des Projektes erfahren möchte, kann dies unter husum.für-unsere-region.de/215 oder unter dem Stichwort crowdfunding auf dem Portal der Husumer Volksbank tun. Spenden können online aber auch konventionell unter der IBAN DE32 2176 2550 9203 1000 06 bei der Husumer Volksbank eingezahlt werden. Der Verwendungszweck lautet: „Fahrzeug Marvin Kuhn ID 215“. Sollte sich der erforderliche Spendenbetrag von 29  990 Euro nicht erreichen lassen, werden die Spenden wieder zurücküberwiesen.

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