Hamburg-Westerland : Marschbahn: Der Druck wächst

Auf der Marschbahn soll es bald Verbesserungen geben.
Auf der Marschbahn soll es bald Verbesserungen geben.

Beim zweiten Marschbahn-Gipfel in Berlin sind weitere konkrete Schritte vereinbart worden.

shz.de von
09. Juni 2018, 12:37 Uhr

„Für die Probleme der Bahnstrecke Hamburg-Westerland haben wir weitere konkrete Planungen verabredet.“ So bilanziert die CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Damerow die Ergebnisse des zweiten Marschbahn-Gipfels gestern im Bundesverkehrsministerium in Berlin. Das Treffen fand auf Einladung des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, statt. Neben Damerow, nahmen Landesverkehrsminister Bernd Buchholz, Staatssekretär Ingbert Liebing, Kreispräsident Heinz Maurus und Vertreter der Deutschen Bahn AG daran teil.

Beim ersten Marschbahn-Gipfel im März hatten sich die Teilnehmer auf eine Reihe von Maßnahmen verständigt, die nun umgesetzt werden sollen, so Astrid Damerow:

> Von Mitte Juli an werden auf der Strecke teilweise Doppelstockwagen älteren Baujahres eingesetzt. Es werde geprüft, ob so mehr Fahrgäste transportiert werden können.
> Elf von vierzehn Lokomotiven sind nach einer Rollkur bereits wieder in Betrieb.
> Die geplanten Bahnsteigverlängerungen werden im Zeitplan bis 2019 abgeschlossen. Auch im Bereich der Stellwerke liege die Bahn im Plan.

> Die Bahn habe zugesagt, kurzfristig mehr Personal für Lokführer und Zugbegleiter zur Verfügung zu stellen.
> Zur Verlängerung der Ausweichstrecke Lehnshallig wird ein vereinfachtes vorgezogenes Bauvorhaben geprüft. Allen Beteiligten ist demnach aber klar, dass diese Maßnahme nicht den zweigleisigen Ausbau der Strecke Niebüll-Westerland ersetzt.
> Im dritten Quartal 2018 wird die Entscheidung getroffen, ob die Strecke Niebüll-Westerland in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans hochgestuft wird.

„Wir haben noch einmal klar und deutlich zum Ausdruck gebracht, wie sehr die Menschen bei uns unter der Situation leiden. Die Vertreter der Bahn habe ich außerdem aufgefordert, für die Fahrgäste einen besseren Service zu gewährleisten. Die Zustände vor allem in den Zügen sind zum Teil menschenunwürdig“, so die CDU-Politikerin. Der nächste Marschbahn-Gipfel findet nach der parlamentarischen Sommerpause statt. Damerow: „Wir werden dann sehen, welche Fortschritte erzielt wurden.“

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