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Bayreuther festspiele der besonderen art : Marlene Jaschke und der „Ring der Nibelungen“

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

„Auf in den Ring!“ heißt das aktuelle Soloprogramm von Marlene Jaschke. Die preisgekrönte Komödiantin ackert sich im Husumer Nordsee-Congress-Centrum auf ihre Weise durch den „Ring der Nibelungen“, Richard Wagners epischen Opernzyklus.

Sie gehört zu den ganz Großen der deutschen Kabarett- und Comedy-Szene: Marlene Jaschke. Bundesweit bekannt wurde sie durch ihre legendären Auftritte in der „Schmidt Mitternachtsshow“ des NDR. Am Mittwoch, 29. Januar, 20 Uhr, präsentiert sie ihr aktuelles Soloprogramm „Auf in den Ring!“ im Nordsee-Congress-Centrum.

Dass Marlene Jaschke ein großer Opern-Fan ist, weiß man, seit sie einst „Carmen“ gesungen hat. Nun hat sie sich den kompletten „Ring des Nibelungen“ angesehen – 16 Stunden und 32 Minuten lang: „Eine wahre Zumutung. Ich habe sofort einen Brief an Herrn Wagner geschrieben.“ Ob – und wenn ja, was – er ihr geantwortet hat, erfährt das Publikum in „Auf in den Ring!“. Nur so viel schon jetzt: Es geht um Mord und Totschlag, Entführung und Diebstahl, Tierquälerei und Brandstiftung, die Macht der Liebe und die Liebe zur Macht. Das volle Programm also. Und Frau Jaschke wäre nicht Frau Jaschke, wenn sie nicht auch die eine oder andere Arie in ihrer unnachahmlichen Weise schmettern würde.

Karten sind unter anderem im Kunden-Center der Husumer Nachrichten, Markt 23, erhältlich. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.kbemmert.de.

Wer ist eigentlich Marlene Jaschke? Jutta Wübbe! Geboren 1955 in Hamburg, absolviert sie von 1972 bis 1978 eine Ausbildung zur Bankkauffrau, ist danach in ihrer Heimatstadt Kreditsachbearbeiterin bei einer Sparkasse und Finanzbuchhalterin bei Elektrizitätswerken. Nach einem Clowns-Workshop in Drübberholz kündigt Wübbe 1985 ihren sicheren Job und verlegt sich aufs Straßentheater. Zwei Jahre später schlägt im Rahmen von André Hellers „Luna Luna“ die Geburtsstunde der Figur Marlene Jaschke.

1988 folgen erste Auftritte in Seniorenheimen und auf dem Tresen des Hamburger Schmidt-Theaters sowie die Premiere des Soloprogramms „Marlene Jaschke kommt“. Zwei Jahre später moderiert sie mit Herrn Schmidt (Corny Littmann) und Lilo Wanders (Ernie Reinhardt) die „Schmidt Mitternachtsshow“ des NDR. „Die Perle im Programm ist Frau Jaschke“, urteilt das Satire-Fachblatt Titanic. 1991 erhält Wübbe den Adolf-Grimme-Preis und den Deutschen Fernsehpreis Tele-Star. Bereits vier Wochen vor der Eröffnung von Schmidts Tivoli, dem Theater auf der Hamburger Reeperbahn, sind alle Vorstellungen von „Marlene Jaschke ist Carmen“ ausverkauft.

Für den NDR moderiert sie 1993 eine Tanz- und eine Sportsendung, in denen unter anderem die Kessler-Zwillinge, die Toten Hosen und der FC St. Pauli auftreten. Im Dezember fällt die Klappe für die letzte Schmidt-Show – die Jaschke singt im Duett mit Rio Reiser. Im Dezember 1996 bringt sie bei „Wetten dass . . . ?“ erst dem Publikum das Atmen bei und flirtet dann mit Arnold Schwarzenegger, Henry Maske und Hugh Grant. Danach konzentriert sich Wübbe nur noch auf die Theaterbühne.

1999 feiert das zweite Soloprogramm „Auf dem Weg zu Dir“ Premiere, sechs Jahre danach 2005 das dritte: „Verflixt noch mal!“. Und zum Abschied Peter Konwitschnys von der Hamburger Oper tritt Jaschke in der dortigen Staatsoper als Nachtwächter in „Die Meistersinger von Nürnberg“ auf. 2009 geht sie erstmals mit ihrem neuen Programm „Auf in den Ring!“ an den Start, ein Jahr später feiert sie 25-jähriges Bühnenjubiläum. Und die erste Begegnung mit dem Grünen Hügel: Jutta Wübbe zeigt „Auf in den Ring!“ während der Bayreuther Festspiele – im Haus Wahnfried.

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erstellt am 20.Okt.2013 | 17:00 Uhr

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