Nordfriesen in Berlin : Markt-Treff-Idee auf Grüner Woche

Der in Berlin verhinderte Bürgermeister Wolfgang Rudolph, Kassiererin Ilse Purwins und Neu-Wester-Ohrstedter Maik Schultze (v. l.).
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Der in Berlin verhinderte Bürgermeister Wolfgang Rudolph, Kassiererin Ilse Purwins und Neu-Wester-Ohrstedter Maik Schultze (v. l.).

Maik Schultze aus Wester-Ohrstedt macht auf der Grünen Woche in der Hauptstadt Werbung für Nordfriesland und das Amt Viöl. Der Markt-Treff-Betreiber berichtet dort vom Erfolgsmodell der Dorfläden.

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16. Januar 2015, 07:00 Uhr

Mittlerweile kennt er das Berliner Messegelände fast so gut wie seine Jackentasche, doch ob er mit seinen bisherigen Erfahrungen auch diesmal locker alles findet, bleibt dahingestellt. Schließlich feiert die Internationale Grüne Woche in Berlin diesmal Jubiläum. Bereits zum 80. Mal öffnet die weltgrößte Messe für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau unterm Funkturm ihre Pforten. Und Markt-Treff-Betreiber Maik Schultze hat auf dieser großen Schau schon mehrfach die Idee des Markt-Treffs verbreitet, quasi als Botschafter Schleswig-Holsteins, beziehungsweise Nordfrieslands. Immer unter dem Motto: Werbung machen für die Heimat. Bislang vertrat er die Gemeinde Witzwort und das Amt Nordsee-Treene, schließlich war er jahrelang der Sprecher der dortigen Wirtschaftsverbände. Morgen und Sonntag allerdings wird Maik Schultze natürlich wieder für Nordfriesland werben, aber auch für das Amt Viöl und die Gemeinden Wester-Ohrstedt und Schwesing. Schließlich hat er dort Ende des vergangenen Jahres den neuen Markt-Treff übernommen.

Gemeinsam mit Bürgermeister Wolfgang Sokoll aus Schwesing, dort befindet sich quasi eine Außenstelle des Wester-Orstedter Geschäftes, fährt Schultze morgen in die Hauptstadt. Wester-Ohrstedts Gemeinde-Chef Wolfgang Rudolph, so beklagt es Schultze, „muss an diesem Wochenende arbeiten, eigentlich wollten wir nämlich gemeinsam nach Berlin fahren.“

Heute öffnet die Grüne Woche in Berlin ihre Pforten. Mehr als 1600 Aussteller präsentieren in 26 Hallenkomplexen eine globale Marktübersicht der Nahrungs- und Genussmittel sowie eine Leistungsschau der Landwirtschaft und des Gartenbaus. Allein 500 Unternehmen aus allen Regionen Deutschlands zeigen in acht Hallen authentisch und mit bundesländer-spezifischem Lokalkolorit das größte Angebot an regionalen Spezialitäten. Erwartet werden mehr als 400.000 Fach- und Privatbesucher. Unter dem Motto „Nimm Dir die Zeit“ steht der Auftritt des diesjährigen Partnerlandes Lettland.

In der Halle 22 a wird der Neu-Wester-Ohrstedter diesmal für die Markt-Treff-Idee werben. Am Stand 101 findet sich der Verein Urlaub auf dem Bauernhof Schleswig-Holstein und die Gläserne Redaktion. Markt-Treffs sichern in Schleswig-Holstein die Nahversorgung, fördern die dörfliche Gemeinschaft und schaffen Arbeitsplätze – alles unter einem Dach. Mittlerweile gibt es bereits mehr als 30 Markt-Treffs in Schleswig-Holstein, zwei der neuesten sind die in Wester-Ohrstedt und in Rantrum.

Mit den Worten „Wir nehmen unsere Zukunft selbst in die Hand und schaffen in der Ortsmitte unser Dorfzentrum, den Markt-Treff“, unterstrich Bürgermeister Rudolph anlässlich des Richtfestes im Sommer 2013 die Bedeutung des neuen Dorfzentrums. 1,5 Millionen Euro hat die Gemeinde dafür investiert. Davon wurden mehr als 370.000 Euro durch das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) gefördert. Mit dabei ist auch eine Stromtankstelle, die vom Betreiber Maik Schultze neuerdings selbst genutzt wird. Denn er hat sich einen Elektro-Lieferwagen angeschafft, der zum Ausliefern von Waren dient. Damit ist es der erste Markt-Treff, der ganz auf Öko-Strom setzt, denn auch das Geschäft selbst ist Bezieher der grünen Energie. Und was Schultze in Berlin auch berichten wird: „Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde klappt hervorragend. Notfalls stehen sogar Gemeindevertreter mit der Schaufel in der Hand bereit. Wester-Ohrstedt hat seinen neuen Markt-Treff angenommen.“

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