Statistik vom Standesamt : Marie und Lasse sind die Spitzenreiter

So viele Babys wie im vergangenen Jahr wurden in der Storm-Stadt schon lange nicht mehr geboren.
So viele Babys wie im vergangenen Jahr wurden in der Storm-Stadt schon lange nicht mehr geboren.

645 neue kleine Husumer verzeichnete das Standesamt 2014, 66 mehr als im Jahr zuvor. Und an der Spitze der Vornamens-Rangliste gab es auch Veränderungen. Die unterscheidet sich übrigens deutlich von ihrem Bundes-Pendant.

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22. Januar 2015, 17:00 Uhr

In Husum ist ja oftmals alles etwas anders als im Rest der Republik. Das gilt auch für die Namensgebung des Nachwuchses, wo sich Marie im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in Folge an die Spitze der Beliebtheitsskala setzen konnte. Die deutschlandweit am häufigsten vergebenen weiblichen Namen Emma und Mia rangierten bei den Storm-Städtern mit neun beziehungsweise sieben Eintragungen dagegen nur auf den Plätzen vier und sechs. Wobei der Ableger von Maria – als Synonym für die Mutter Jesu ein Symbol für reine und tiefe Liebe – einen neuen Rekord aufstellte: Dass in Husum nämlich gleich 20 kleine Mädchen auf denselben Namen getauft wurden, ist zumindest in der letzten Zeit nicht vorgekommen.

Das liegt womöglich auch an einer anderen Spitzenleistung. Denn mit 645 Geburten – 319 Jungen und 326 Mädchen – lässt das vergangene Jahr vorangegangene Geburtsjahrgänge locker hinter sich. 2011 gab es 566, 2012 immerhin 599 und 2013 nur 579 neue Husumer. Demgegenüber standen 548 Sterbefälle, so dass sich die Bevölkerung der Kreisstadt Nordfrieslands 2014 statistisch um ein knappes Hundert vermehrt hat.

Doch weiter mit den Vornamen: Sophie konnte gegenüber 2013 einen Platz gut machen und landete mit 13 neuen Trägerinnen dieses Namens auf Platz zwei der Rangliste des städtischen Standesamtes. Sogar Lina schob sich in Husum mit einem Dutzend Taufen noch vor die bundesweite Spitzenreiterin Emma, obwohl sie im Deutschland-Vergleich nur an elfter Stelle steht. Der ist übrigens lange nicht so belastbar wie die amtlichen Zahlen der hiesigen Verwaltung, denn da hierzulande keine offizielle Statistik geführt wird, speist sich diese Rangliste aus rund 181  000 ausgewerteten Einzelmeldungen von Geburtskliniken und Standesämtern, was nur etwas mehr als einem Viertel des gesamten Geburtsjahrgangs entspricht. Und betrachtet man sich diese Liste genauer, bietet die Husumer Statistik noch eine Überraschung: Der recht altmodisch anmutende Name Ida hat sich auf Platz sieben geschoben, während es im Bundesvergleich nur für Rang 28 reichte.

Die männliche Hitliste ist da an der Spitze wesentlich ausgeglichener: Lasse und Max (jeweils acht Mal gewählt) haben den Vorjahressieger Elias (sieben Mal) auf Platz drei verdrängt und werden von drei Sechser-Packs namens Leon, Linus und Noah verfolgt. Dass bei dieser Auswahl die Geografie eine entscheidende Rolle spielt, verrät der Blick in die Deutschland-Statistik, die Lasse nicht einmal unter den ersten 50 vermerkt. Dort ist als Name mit der nördlichsten Herkunft Finn auf Platz sieben zu finden – und hier gibt es denn auch ausnahmsweise mal eine Übereinstimmung zwischen lokalen und überregionalen Vorlieben, denn den gleichen Rang hält Finn auch in Husum.

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