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Sperrungen aufgehoben : Entwarnung in Husum: Keine Autobombe in der Innenstadt gefunden

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Ein 50-Jähriger hatte mit einer Bombe in seinem Auto gedroht. Der Bereich um den Marktplatz war komplett evakuiert.

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2017 | 15:27 Uhr

Husum | Am Mittwochabend gab die Polizei Entwarnung: In der Husumer Innenstadt wurde keine Autobombe gefunden. Zuvor war ein 50-jähriger Mann aus Nordrhein-Westfalen mit seinem Pkw in einen für den Durchgangsverkehr gesperrten Bereich in der Innenstadt gefahren und hatte mit einer Bombe gedroht. Er war von der Polizei gestoppt und festgenommen worden. Der Kampfmittelräumdienst untersuchte den Wagen und das Gepäck. Es wurde nichts Verdächtiges entdeckt. Die Absperrungen im Radius von rund dreihundert Metern um den Husumer Marktplatz wurden aufgehoben.

Der Bereich um den Marktplatz wurde bis hinter die Marienkirche abgesperrt.

Der Bereich um den Marktplatz wurde bis hinter die Marienkirche abgesperrt.

Foto: Jörg von Berg
Der abgesperrte Bereich vor der Marienkirche.

Der abgesperrte Bereich vor der Marienkirche.

Foto: Jörg von Berg
 

Seit 14.30 Uhr war der Markt in der Husumer Innenstadt von der Polizei und der Feuerwehr großräumig abgesperrt. Rettungskräfte standen in Bereitschaft. „Ein Autofahrer war im Bereich der Innenstadt durch seinen merkwürdigen Fahrstil aufgefallen“, sagte Christian Kartheus von der Pressestelle der Polizei in Flensburg. Bei der Kontrolle des Autofahrers habe der Mann angegeben, eine Bombe im Fahrzeug zu haben, so Kartheus.

Zuvor soll er nach Augenzeugenberichten mit seinem Auto im Kreis um den Tine-Brunnen auf dem Marktplatz gefahren sein. Der Bereich ist für Autos eigentlich gesperrt. „Der ist wie ein Besengter um die Tine herumgefahren, bestimmt zehn Minuten lang“, erzählt Marlies Feddersen, Fleischfachverkäuferin bei Stadtschlachter Claußen, dessen Geschäft direkt am Markt ist. Dabei habe er laut geschrien: „Gebt mir eine Rechenaufgabe, dann seid ihr heute Abend im Internet!“ Angst habe die Belegschaft des Geschäftes nicht gehabt: „Wir dachten nur, was ist das für ein Bekloppter!“

Erst dann sei er in die Krämerstraße gefahren und habe von Sprengstoff im Kofferraum geredet. Die alarmierte Polizei konnte den Mann mit einem Zivilfahrzeug in dem verkehrsberuhigten Bereich stoppen. Der Mann wurde vorläufig festgenommen und auf die Polizeiwache in Husum gebracht. Er ist offenbar psychisch krank und wurde nach einer Begutachtung des Sozialpsychiatrischen Dienstes in eine Klinik eingewiesen.

 

Nach Angaben der Polizei Pressestelle in Flensburg war der Kampfmittelräumdienst aus Groß Nordsee angefordert, um den verdächtigen Pkw zu überprüfen. Bis dahin bliebt der Bereich Markt in Husum abgesperrt.

„Das Geschäft mussten wir jetzt schließen“, berichtet auch Marlies Feddersen. Da die Innenstadt für längere Zeit abgesperrt sei, kämen ja keine Kunden mehr. „Aber wenigstens haben wir einen Hinterausgang, wo wir raus können. Wir sind also nicht für die Dauer der Sperrung im Geschäft eingeschlossen.“

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