Pellworm : Mann am Anleger gerettet

Der Seenotrettungskreuzer 'Eiswette' auf dem Weg nach Pellworm.
Der Seenotrettungskreuzer "Eiswette" auf dem Weg nach Pellworm.

Seenotretter bergen auf Pellworm einen 50-Jährigen aus dem Wasser, der einen Krampf erlitten hatte.

shz.de von
31. Mai 2018, 07:00 Uhr

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen sind die Seenotretter gestern im nordfriesischen Wattenmeer: Vor dem Fähranleger der Insel Pellworm rettete die Besatzung des Seenotrettungskreuzers Eiswette der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) einen Arbeiter aus der Nordsee.

Bei Umladearbeiten von der Fähre auf ein Auto an Land waren dem Mann am Fähranleger Waren ins Wasser gefallen. Offenbar hatte er vor, sie schwimmend zu bergen. Dabei trieb er ab und erlitt einen Krampf im Bein. Passanten wählten den Notruf.

Glückliche Umstände erleichterten die Rettung des etwa 50-Jährigen: Der auf Nordstrand stationierte Seenotrettungskreuzer Eiswette befand sich gegen 12.10 Uhr auf dem Weg zum Fischkutter „Wencke“ (Heimathafen Pellworm), der zwischen Norderoogsand und Süderoogsand Getriebeschaden erlitten hatte. „Wir waren gerade an Pellworm vorbei, als uns unsere Seenotleitung zum zweiten Mal alarmiert und über den Mann im Wasser informiert hat“, berichtet Stefan Paulsen. Er ist der Vormann des Seenotrettungskreuzers Eiswette.

Sofort ging der Kreuzer auf Gegenkurs und lief mit Höchstgeschwindigkeit von gut 22 Knoten (etwa 41 km/h) den Fähranleger Pellworm an. Keine zehn Minuten später war das Arbeitsboot Novize der Eiswette im Wasser und nahm Kurs auf den Verunglückten. „Der Mann hielt sich mühsam an einem Eisendalben fest“, berichtet Paulsen.

Die Seenotretter nahmen ihn an Bord und übergaben ihn kurz darauf auf Pellworm an den Landrettungsdienst. „Von der Alarmierung bis zur Weiterfahrt zum Fischkutter hat die ganze Sache nur rund 20 Minuten gedauert. Der Arbeiter hatte einen großen Schutzengel. Denn trotz des sommerlichen Wetters ist die Nordsee nur 18 Grad warm, so dass ihm schnell Unterkühlung gedroht hätte“, sagt Paulsen.

Auch dem Fischkutter „Wencke“ konnten die Seenotretter anschließend schnell helfen: Sie schleppten ihn mit der auflaufenden Flut sicher in den Hafen von Pellworm.

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