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Grösster Bürgerwindpark : Mammut-Bürgerwindpark mit 700 Gesellschaftern am Netz

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Einer der größten Bürgerwindparks Deutschlands wurde im Alten Sterdebüller Koog eingeweiht – auf einer neu ausgewiesenen Eignungsfläche. Fast 700 Gesellschafter sind an dem Projekt beteiligt.

Im Alten Sterdebüller Koog wurde einer der größten Bürgerwindparks Deutschlands eingeweiht. 692 Gesellschafter beteiligten sich an dem Projekt, das 17 Windenergieanlagen mit einer Anschlussleistung von 50 Megawatt umfasst und als erstes im Land Schleswig-Holstein auf den neu ausgewiesenen Windeignungsflächen verwirklicht wurde. Die Projektierung wurde nicht in fremde Hände gegeben, sondern von 23 Einwohnern des Dorfes in Angriff genommen. „Wir sind hier alle zusammen gekommen, weil wir stolz sind, das wir gemeinsam diesen Windpark errichtet haben“, so Karen Hoff, eine von insgesamt drei Geschäftsführern des Bürgerwindparks Bordelum 3, zu den über 750 Gästen. Die Energiewende dürfe nicht ausgebremst werden, denn „wir sind für unsere Zukunft verantwortlich – jeder Einzelne, und wie es heißt: Wenn Ameisen sich einigen, können sie Elefanten transportieren.“

In mehr als 150 Sitzungen plante und arbeitete die Gruppe, bestehend aus zuvor gewählten Geschäftsführern und Beiratsmitgliedern, an der Umsetzung des 72 Millionen Euro Projektes. „Wir haben gezeigt, das man mit größtmöglicher Beteiligung der Bürger und Landeigentümer zum Ziel kommen kann“, meinte Geschäftsführer Marten Momsen, der keinen Hehl daraus machte, dass das Mammut-Vorhaben oft belächelt worden sei. Doch das und die Hiobsbotschaften seitens der Politik habe die Truppe trotz manch schlafloser Nacht nicht davon abgehalten, sich für das „Vorwärts“ zu entscheiden. Er dankte den Gesellschaftern, die während der „turbulenten Zeit“ Vertrauen schenkten, dem Gemeinderat für die vorausschauende Planung und Unterstützung, allen am Bau beteiligten Unternehmen sowie den Windparks in Ockholm, Langenhorn, Dörpum und Sönnebüll für die gute Zusammenarbeit.

Seine Hochachtung sprach Bürgermeister Peter-Reinhold Petersen aus. „Es ist die größte Investitionsmaßnahme, die die Gemeinde je durchgeführt hat und zwar in sauberer, regenerativer Energie.“ Die breite Akzeptanz im Dorf sei vorhanden, gleichwohl gebe es auch kritische Stimmen.

Kritisch blickte auch Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes Windenergie, und zwar nach Berlin, wo nach Ostern die parlamentarischen Beratungen zum Erneuerbaren-Energien-Gesetz beginnen.

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