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Husumer Nachrichten

24. November 2017 | 06:24 Uhr

Nasse Böden : Maisernte mit Handicap

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bauern fahren den Mais ein. Ihre Kreisverbände Husum-Eiderstedt und Südtondern werben um Verständnis für den Ernteverkehr.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2017 | 14:00 Uhr

Überall in Nordfriesland ist die Maisernte angelaufen. Die Landwirte hoffen nun inständig, dass das Wetter endlich einige Zeit stabil bleibt und die Böden etwas abtrocknen können. Nachdem die Getreideernte im Sommer witterungsbedingt bereits enorm schwierig war, haben die über Wochen andauernden Regenfälle alle Abläufe kräftig durcheinander gewirbelt. Auch Getreidebestellarbeiten konnten noch immer nicht abgeschlossen werden, so Melf Melfsen, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Husum-Eiderstedt, der sich nicht erinnern kann, jemals einen solch verregneten Spätsommer erlebt zu haben.

Aufgrund des miserablen Wetters waren viele Landwirte nach Angaben der Kreisbauernverbände Husum-Eiderstedt und Südtondern inzwischen „sehr angespannt“. Denn nicht nur der Dauerregen, sondern auch der Orkan Sebastian am 13. September hatte mit seinen Windgeschwindigkeiten von 120 Stundenkilometer auf den aufgeweichten Böden an der Westküste dafür gesorgt, dass viele Maisflächen regelrecht flachgelegt worden waren. Die Ertrags- und Qualitätserwartungen sind deshalb eher gedämpft.

„Jetzt hoffen wir nur auf einen möglichst günstigen Witterungsverlauf für die Erntezeit. Erste Flächen sind bereits abgeerntet. Die Häcksler-Kolonnen stehen bereit, und mit verstärktem Ernteverkehr ist daher in den nächsten Tagen zu rechnen“, kündigen die beiden Vorsitzenden der Kreisbauernverbände Husum-Eiderstedt und Südtondern, Melf Melfsen und Wolfgang Stapelfeldt, an. Sie bitten alle von der Maisernte betroffenen Bürger und vor allem auch die Verkehrsteilnehmer um Verständnis. „Seitens der Landwirte und Lohnunternehmer wird alles getan, um die Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten.“ So hätten sich viele Lohnunternehmer Kehrmaschinen angeschafft, die in den kommenden Wochen laufend im Einsatz sein werden. Zudem gebe es vielerorts abgestimmte Ringverkehre. Dennoch seien verschmutzte Fahrbahnen nicht immer zu vermeiden – selbst wenn sich alle bemühten, diese so schnell wie möglich zu reinigen.

Der Kreisvorsitzende Melf Melfsen appelliert an seine Berufskollegen und die Lohnunternehmer, „sich für ein möglichst rücksichtsvolles Miteinander stark zu machen“. Die Situation sei zuletzt dank der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten erheblich verbessert worden. „Eine trockene Witterung während der nun anstehenden Ernte würde jedoch alles vereinfachen“, so seine Hoffnung.

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