Projekt für Frauen : "Madonna" hilft

Präsentieren einige der kreativen Produkte aus einer der Werkstätten: Bernd Facklam, Anna Klaaßen-Facklam, Husums Bürgermeister Rainer Maaß und Renate Fedde vom Fachbereich 'Arbeit' des Kreises NF. Foto: hjm
Präsentieren einige der kreativen Produkte aus einer der Werkstätten: Bernd Facklam, Anna Klaaßen-Facklam, Husums Bürgermeister Rainer Maaß und Renate Fedde vom Fachbereich "Arbeit" des Kreises NF. Foto: hjm

Der Husumer Verein "Land in Sicht" bereitet Frauen mit bestimmten Hemmnissen auf die Arbeitswelt vor. Das Husumer Projekt läuft in Zusammenarbeit mit den nordfriesischen Sozialzentren des Kreises.

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03. Dezember 2008, 07:39 Uhr

Husum | Über kreative Beschäftigungsangebote möchte der Husumer Verein "Land in Sicht" Frauen auf die Arbeitswelt vorbereiten. Das neue Projekt trägt die Überschrift "Madonna". Das Konzept hat den Kreis Nordfriesland überzeugt und wird nun in Kooperation mit den Sozialzentren verwirklicht. 25 Teilnehmerinnen sind zurzeit in der neuen Fördermaßnahme untergebracht.

"Die betroffenen Frauen werden über die Fallmanagerinnen des Sozialzentrums in das Projekt vermittelt", erläuterte Projektleiterin Anna Klaaßen-Facklam. In der Regel würden die Frauen ein Jahr an dem Projekt teilnehmen. In dieser Zeit werden sie in einer Schneiderei oder einer "Kreativ-Werkstatt" eingesetzt und psychosomatisch betreut. "Die Teilnehmerinnen lernen in der Gruppe, mit Konflikten umzugehen und dies auch auszuhalten", erklärte Geschäftsführer Bernd Facklam. Dabei gehe es darum, die Frauen psychisch zu stärken und ihr Selbstvertrauen aufzubauen. "Mit dem Projekt bieten wir einen nachhaltigen Beitrag zur Qualifizierung und Re-Integration von arbeitslosen Frauen mit besonderen Hemmnissen auf den ersten Arbeitsmarkt." Die Betreuung vor Ort erfolgt durch sozialpädagogische und ergotherapeutische Fachkräfte. Bei Bedarf wird eine Kinderbetreuung organisiert.
In der Schneiderei nähen die Frauen aus gebrauchten Stoffen Kleidungsstücke nach eigenen Entwürfen. Die individuelle Mode wird anschließend verkauft. Alltagsgegenstände, wie beispielsweise Taschen, Regale, Tische, Blumentöpfe und Fahrräder werden in der "Kreativ-Werkstatt" um- und aufgearbeitet. Für die Beteiligten sei jedes einzelne Stück ein Erfolgserlebnis, so Bernd Facklam. Großes Lob erhielt der Verein von Husums Bürgermeister Rainer Maaß. "Ich kann nur hoffen, dass diese Arbeit für die Betroffenen eine Starthilfe ist."

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