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Ersparnis durch Engagement : Lütjenholmer bauen ihren Dorfkrog selbst um

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Da die Lütjenholmer Einwohner ihren Dorfkrog in Eigenregie umbauen, kann die Gemeinde mit einem ausgeglichenen Haushalt planen.

Vor allem mit Zahlen beschäftigten sich die Gemeindevertreter Lütjenholms in ihrer letzten Sitzung dieses Jahres. „Unser Haushalt 2017 stellt sich positiv dar, weil er im Ansatz ausgeglichen ist. Die Windkraft macht es möglich“, so der Finanzausschuss-Vorsitzenden Erich Scholz. Gestiegene Gewerbesteuer-Einnahmen 2016 und erheblich weniger Investitionen durch Eigenleistungen beim Umbau der alten Gaststätte führen 2017 zu einem voraussichtlichen Jahresüberschuss in Höhe von 3200 Euro bei liquiden Mitteln in Höhe von 166.000 Euro.

Wie berichtet, hatte die Gemeinde die Gaststätte im vergangenen Jahr gekauft. Den Großteil der Renovierungsarbeiten wurde und wird von den Bürgern selbst erledigt – ein gemeinschaftliches Engagement, das in Lütjenholm Tradition hat, wie Bürgermeister Diedrich Sönksen sagt. In der Sitzung dankte er in diesem Zuge auch noch einmal allen freiwilligen Helfern. Das meiste sei geschafft worden, sagte er. Abgerechnet werde dann zum Schluss, also spätestens im März kommenden Jahres. Dann werde es auch eine Einweihungsfeier geben.

Zur Absegnung lagen die Eröffnungsbilanz 2012 mit Jahresabschluss und die Haushaltssatzung 2017 auf dem Tisch der Sitzung. Dank der Erläuterungen von Erich Scholz konnte alles zügig – vor allem aber einstimmig abgehakt werden. Zur vereinfachten Darstellung hatte er die wichtigsten Positionen aus den amtlichen Unterlagen in eine Tabelle übertragen, die er jedem aushändigte.

Zunächst zur Eröffnungsbilanz: Diese war als Grundlage für die ab 2012 geltende doppelte Buchführung erforderlich. Davor galt die Kameralistik. „Die Jahresabschlüsse werden nun alljährlich auf dieser Basis fortgeschrieben“, erläuterte Scholz. Die Bilanzsumme beträgt 1,349 Million Euro. Darin enthalten sind beispielsweise unbebaute Grundstücke mit 124.000 Euro, bebaute Grundstücke (173.000 Euro), Geschäfts- und Betriebsgebäude (158.000 Euro), Wald und Forsten (97.000 Euro), Entwässerung und Abwasserbeseitigung (457.000 Euro) sowie Straßen und Plätze (87.000 Euro). Die liquiden Mittel liegen bei 264.000 Euro. Die Ergebnisrechnung 2012 weist ein Guthaben von 55.000 Euro aus und wird den Rücklagen zugeführt.

Der Breitbandausbau soll im zweiten Quartal 2017 zunächst im Innenbereich der Kommune starten. Für den Außenbereich werde es, so Sönksen, noch Verhandlungen geben. Daher sei die Gemeinde auch dem Zweckverband beigetreten. Schließlich stimmte das Gremium der Satzung für Sondervermögen der Gemeinde für die Kameradschaftspflege der Freiwilligen Feuerwehr zu.

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