Alte DDR-Diesellok in Husum : „Ludmilla“ zu Besuch

Die Diesellok in Orginal-Bemalung mit dem Sonderzug in Husum-Nord.
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Die Diesellok in Orginal-Bemalung mit dem Sonderzug in Husum-Nord.

Ein Sonderzug für den Schulausflug eines nordrhein-westfälischen Gymnasiums nach Sylt ist derzeit in der Storm-Stadt abgestellt.

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06. September 2017, 07:00 Uhr

Leckerbissen für Eisenbahn-Interessierte: Auf dem Abstellgleis in Husum-Nord steht derzeit ein Sonderzug mit einer besonderen Lok. Die 132109 der Leipziger Eisenbahnverkehrs-Gesellschaft ist eine Zeitkapsel auf Schienen – sie trägt noch exakt die Bemalung, mit der diese ab 1970 in der damaligen sowjetischen Lokomotivfabrik Woroschilowgrad (heute Lugansk in der Ukraine) gebauten sechsachsigen Dieselmaschinen in der ehemaligen DDR unterwegs waren. Passend zur Herkunft nennen Eisenbahner diese Baureihe „Ludmilla“. Das letzte Mal waren Maschinen dieser Art vor drei Jahren in der Storm-Stadt zu sehen, als wegen der Sperrung der dänischen Strecke zwischen Vamdrup und Vojens im Juli 2014 von „Ludmillas“ gezogene schwere Güterzüge über die Westküste umgeleitet wurden.

Auch der Zug hinter der Lok ist etwas Besonderes: In den 15 Bahn-Tourismus-Express-Waggons sind am vergangenen Sonntag knapp 1000 Schüler und Lehrer des Otto-Hahn-Gymnasium aus dem nordrhein-westfälischen Herne nach Sylt gereist – Schulfahrt statt Klassenfahrt. Morgen geht es wieder zurück, und bis dahin ist der Sonderzug in Husum abgestellt. Die „Ludmilla“ zieht ihn übrigens nur über die Marschbahn – ab Hamburg-Altona geht es elektrisch weiter.

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