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Neue Stellflächen : Lösungen für den Parkraum-Mangel

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Stadt Husum will neue Stellplätze einrichten – temporär an der Ecke Kuhsteig/Osterende und auf Dauer südlich des Bahnhofsgeländes.

Das Parkhaus in der Innenstadt ist weg – und der dortige Raum fehlt doch sehr in Husum. Bis das neue Parkhaus am Husum Shopping-Center fertig ist, müssen Ersatzlösungen her. Und nach solchen suchen sowohl die Politik als auch die Verwaltung mit Nachdruck.

Zwei davon stellte Bauamtsleiter Jörg Schlindwein auf der jüngsten Sitzung des Bauausschusses vor. „Wir planen, auf der Freifläche Osterende/Ecke Kuhsteig zwölf Stellplätze einzurichten.“ Dabei wolle man möglichst schonend vorgehen: „Die beiden Bäume bleiben stehen und die Waschbetonplatten können wir auch liegen lassen“, versicherte er und ergänzte: „Die Kunst ist es, mit wenig Aufwand und Investitionen etwas hinzubekommen.“ Denn diese Parkfläche solle nur temporär bestehen und nicht auf Dauer.

Um den Radweg auf dem Osterende nicht zu kreuzen, werde die Ein- und Ausfahrt ausschließlich über den Kuhsteig erfolgen, so Schlindwein weiter. „Und zwar nur als Rechtsabbieger.“ Bedenken der Ausschussmitglieder, dass sich dennoch ein kritischer Verkehrsverlauf bilden könnte, teilte er nicht: „Die Höchstparkdauer beträgt drei Stunden. Und da es sich nur um ein Dutzend Plätze handelt, wird es kaum ein ständiges Kommen und Gehen geben.“

Frei wird das Parken hier allerdings nicht sein: „Wir werden den Parkschein-Automaten, der jetzt noch am Quickmarkt steht, dorthin versetzen“, erläuterte der Bauamtsleiter. Das sei problemlos möglich, weil das Gerät solarbetrieben und so von einer Verkabelung unabhängig sei.

Die zweite Parkfläche, über die Schlindwein referierte, ist wesentlich größer – und soll dauerhaft eingerichtet werden: „Über die Nutzung der Brache südlich der Marschbahngleise am Bahnhofsgelände reden wir bereits mit der DB Netz AG“, so der Bauamtsleiter. Auf dieser Doppel-Fläche, die durch ein altes Stellwerksgebäude getrennt, aber miteinander verbunden sei, werde bisher „wild geparkt – und das wollen wir ändern“.

Für die Zufahrt gebe es zwei Möglichkeiten: „Entweder wir wickeln den gesamten Verkehr über die bestehende Zufahrt in der Legienstraße ab. Oder wir bauen eine Rampe am Tunnelweg, über die der Parkverkehr abfließen kann.“ Eine Rampe sei wegen des Höhenunterschieds von zwei Metern dort unabdingbar. Wie auch immer: „Für die notwendigen Vermessungen und Planungen müssten wir jetzt Geld in die Hand nehmen.“

Dafür hatten die Ausschussmitglieder Verständnis – und erhofften sich Entlastung für die Rödemisser, wie der Vorsitzende Sven-Thomas Schmidt-Knäbel ausführte: „Den Raum, den jetzt die dort parkenden Schüler der Kreisberufsschule einnehmen, könnte man den Bürgern vielleicht in Form von Anlieger-Parkplätzen zurückgeben.“ Tatsächlich ziele die Einrichtung dieser Parkfläche genau auf diese Klientel – „Berufsschüler und natürlich die Bahnkunden“, so Schlindwein. „Wir wollen jetzt sehen, was machbar ist – und wie wir das mit der geringstmöglichen Belastung für die Anlieger hinbekommen können.“

Tatsächlich ist diese Idee so neu nicht: Rainer Damschen, Vorsitzender der Stiftung zum Erhalt des Husumer Stadtbildes, hatte entsprechende Vorschläge bereits „vor acht, neun Jahren“ eingebracht, wie er sagt, noch in seiner damaligen Eigenschaft als Bezirksleiter Fahrbahn der DB. „Aber weder Bürgermeister Rainer Maaß noch die Stadtpolitik haben darauf reagiert“, meint er bedauernd. Die Idee einer Rampe am Tunnelweg hält er im Übrigen für überflüssig: „Da parken jetzt 60 bis 80 Autos täglich. Selbst wenn sich diese Zahl verdoppelt, wäre das für die Anwohner in der verkehrsberuhigten Zone der Legienstraße eigentlich noch keine unzumutbare Belastung.“

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erstellt am 16.Mai.2017 | 14:00 Uhr

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