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St. Peter-Ording : Lockruf der Wildnis: Ein Hausganter allein unter Graugänsen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Eine weiße Gans hat sich zu einem Trupp Graugänsen gesellt und weidet auf den Äckern im Süden von St. Peter-Ording. Er ist voll akzeptiert und übernimmt auch die Wächterrolle.

Szenen wie aus dem bekannten Buch „Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen“ von Selma Lagerlöf spielen sich derzeit auf den Äckern und Wiesen im Süden von St. Peter-Ording ab. Dort hat sich ein Schwarm Graugänse niedergelassen und mittendrin ein schneeweißer Ganter. Eben wie die Hausgans Martin, mit der Nils Holgersson – in einen Wichtel verwandelt – in einer Gruppe Wildgänse Schweden bereist. So erzählt es die schwedische Autorin Selma Lagerlöf in ihrem 1906/07 erschienenen Roman.

Dieser Martin nun kann genauso gut fliegen wie die anderen Graugänse und hat einen dicken, leuchtend orangenen Hausgans-Schnabel. Woher die grauen Flecken in seinem Gefieder stammen, ob von einer Wildgans oder einer grauen Hausgans-Sorte wie beispielsweise der Pommerngans, das verrät er nicht. Vielleicht ahnte er, dass er irgendwann als Braten enden sollte und hat sich rechtzeitig aus dem Staub gemacht. Möglicherweise hat sich schon seit Vater dem Trupp angeschlossen, wer weiß.

Bereits im Frühjahr 2016 war der Trupp mit dem weißen Ganter auf der Fläche gesichtet worden. Martin ist nun eineinhalb Jahre älter. Er scheint auch voll akzeptiertes, ja sogar wichtiges Mitglied zu sein. Denn offensichtlich hat er eine Wächterfunktion übernommen. Immer wieder reckt er seinen Hals über die Gänseschar, um zu sehen, ob etwa ein Feind im Anmarsch oder Anflug ist.

Martin hat seine Reisen mit den Wildgänsen glücklich hinter sich gebracht und sich mit ihnen wieder auf dem Areal zwischen Wittendüner Allee und Eiderweg eingefunden. Vielleicht begegnet er uns im Frühjahr wieder.

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