Deichschau auf Hallig Gröde : Lob für Gröder Warften

Die Küstenschützer auf Inspektions-Tour.
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Die Küstenschützer auf Inspektions-Tour.

Die Hallig ist gut über den Winter gekommen. Allerdings wird ein Konzept für Regionaldeiche gefordert.

shz.de von
15. Mai 2018, 12:00 Uhr

Gröde | „Das Ergebnis einer Deich- und Warftschau ist immer nur so gut, wie die Mitarbeiter vor Ort und das Ergebnis hier ist gut“, lobte Dr. Johannes Oelerich am Ende der Inspektion auf Gröde. Dabei würdigte der Direktor des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) insbesondere Volker Mommsen für seine 40-jährige Tätigkeit als Wasserbauer im Landesbetrieb. Mommsen bleibt der Hallig erhalten, sein Amt als Bürgermeister aber gibt er in andere Hände.

„Sturmfluten sind meistens die größten Aufgaben für die Halligleute“, betonte Oelerich. Bei seinem Rundgang auf Gröde überzeugte er sich davon, dass die Hallig den Winter gut überstanden hat. Im Rahmen der Sichtung erläuterten ihm LKN-Baubetriebsleiter Florian Schröter und Reiner Mommsen, der verantwortliche LKN-Vorarbeiter auf Gröde, einige Reparatur- und Instandsetzungsbereiche. An der südlichen Halligkante muss ein rund vier Quadratmeter großes Loch im Deckwerk ausgebessert werden. „Das wird im Rahmen der Unterhaltungsarbeiten gemacht“, kündigte Schröter an. Weitere Deckwerksverstärkungen sind geplant. Mit den Arbeiten soll voraussichtlich im kommenden Jahr begonnen werden. Im östlichen Teil der Hallig ist der Regionaldeich durch einen Priel gefährdet. Dort müssen die Abbruchkanten gesichert werden, waren sich die Schauteilnehmer einig.

Einig waren sie sich auch darin, dass der LKN-Baubetrieb ein Konzept zur Instandsetzung der Regionaldeiche auf Gröde erarbeiten soll. Nicht zum ersten Mal kritisierten die Halligbewohner den zunehmenden Wasserstau der zu höheren Strömungsgeschwindigkeiten in den Sielzügen geführt hat. Sie führen das auf die Erhöhung des Lorendamms Oland-Langeness zurück. Außerdem teilten die Teilnehmer die Auffassung, dass die Deckwerke unbedingt erhöht werden müssten. Eine zusätzliche Möglichkeit zur Entwässerung im Südosten der Hallig ist geplant. Mit dem Unterhaltungszustand der Warften waren am Ende alle zufrieden.

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