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Ministerin Wende zu Besuch : Lob für die Gemeinschaftsschule

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Von der Gemeinschaftsschule Mildstedt zeigte sich die Bildungsministerin beeindruckt. Doch trotz des dicken Lobs für die zwei Schülerfirmen gab es für den Gast aus Kiel nur Apfelsaft zum probieren, das Kontingent ist bereits ausverkauft.

Oben im Musikraum der Gemeinschaftsschule laufen die Proben mit dem Pop-Chor auf Hochtouren, an den Außentüren der Schule kleben grüne Zettel mit Hinweisen – und draußen auf dem Parkplatz warten Schulleiter Stefan Knoll, sein Vertreter Hauke Fölsch, Schulrätin Astrid Finger sowie die Schülersprecher Natalie Lütt und Tobias Dierks. Die Schüler staunen: Ministerin Professor Dr. Waltraud Wara Wende (Bildung und Wissenschaft) hat so gar nichts von der Abgehobenheit manch anderer politischer Führungskräfte. Voller Begeisterung wippt sie mit, als der Chor stimmgewaltig den Rocksong „Elektrisches Gefühl“ präsentiert und dann unter Leitung von Lena Wulff mit „I couldn't care less“ einen zweiten Song folgen lässt. Die Ministerin ist die erste, die Beifall spendet. „Die Schule hat sich auf diesen Besuch vorbereitet“, betont Schulrätin Astrid Finger in der anschließenden lockeren Gesprächsrunde bei Kaffee und Saft. Knoll unterstreicht, „dass ich hier ein Kollegium vorgefunden habe, das die Entwicklung mitgetragen hat und wir uns über eine tolle Elternschaft freuen.“

Dann gibt es Theater: Unter Leitung von Arne Hogrfe präsentieren Schüler „Die kürzestmögliche Aschenputtel-Variante dieser Welt“ - und ernten viel Beifall. Dem Auftritt folgt die Besichtigung der ersten Schülerfirma „Cox & Co“. Unter den Augen der Ministerin lassen die Schüler Malte Hinrichsen, Nils Harro Feddersen und Kevin Ingwersen aus bereitliegenden Äpfeln Saft entstehen. Beim „Anstoßen“ mit Schulleiter Knoll und Bürgermeister Bernd Heiber sagte die Politikerin: „Schmeckt fantastisch, den würde ich gerne kaufen.“ Fachlehrer Lars Pietsch, der die bei „Cox & Co“ tätigen 16 Schüler betreut, muss passen: „Geht leider nicht, wir sind restlos ausverkauft.“ Als „Biotante“ wisse sie derartige Erzeugnisse zu schätzen. Vor dem Gang ins Freie lässt sie den Blick gen Himmel schweifen: „Ich habe gar keine Jacke dabei.“ Schulelternbeirats-Vorsitzende Kirsten Clausen reagiert, streift ihre schwarze Jacke ab und zieht sie der Ministerin über. Der Weg ins zwei Hektar große Biotop endet schlagartig. Schulrätin Astrid Finger bleibt mit ihren Pömps im weichen Sand stecken. Gummistiefel werden aus dem Schulgebäude herangeholt. Eingehend erklärt Fachlehrerin Dörte Pohns den Aufbau und Betrieb der zweiten Schülerfirma „Summ & Söt“. Der zwölfjährige Luca Saß (Klasse 7 c) öffnet die Anschauungskästen, hinter denen es gewaltig krabbelt. Über mehr als sieben Bienenvölker verfügt die Schülerfirma. Im weiteren Verlauf werden die Köhlerhütte, ein Lehmhaus und die freistehenden Lehmöfen besichtigt. Nach ausgedehntem Rundgang mit Erläuterungen von Fachlehrer Lars Pietsch geht es durch Weidentunnel zurück ins Schulgebäude. Immer noch voll im Zeitplan erfolgt nun das Kennenlernen des Kollegiums. In der im Mai als Zukunftsschule ausgezeichneten Einrichtung werden 700 Schüler – aufgeteilt in neun Grund- und 18 Gemeinschaftsschulklassen von 55 Lehrern unterrichtet.

Dann werden „Inklusion in Mildstedt“, die „Aktion Klima“ sowie die Schwerpunktarbeit „Berufsorientierung“ präsentiert. Niels Bünning von der Husumer Pestalozzischule stellt den „integrativen und inklusiven Unterricht aus Sicht des Förderzentrums am Standort Mildstedt“ vor. Lob von Ministerin Wende: „Ganz toll – 99 Prozent der Schüler bekommen eine Ausbildungsstelle. Eine Schule ist immer so gut wie die Lehrer. Sie haben es geschafft, sich als Marke einzuführen. Ich bezeichne das als Leuchtfeuer.“

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erstellt am 23.Sep.2013 | 17:00 Uhr

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