Leseratten-Treff im Seniorenheim

Rotes Kreuz in Treia betreibt eine ehrenamtliche Bücherei

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13. August 2011, 11:21 Uhr

Treia | 1400 Bücher, Romane, Sachbücher, Krimis, Abenteuer, Biografien und Hörbücher sowie Hefte mit Wohnungseinrichtungs- und Gartenideen, Koch- und Handarbeitsbücher hält Ursula Brück im Büro der Altenbegegnungsstätte der Altenwohnanlage im Buchenweg für ihre Leser bereit, allerdings nur für Jugendliche und Erwachsene, nicht aber für Kinder.

Zweimal im Monat, jeweils am ersten und dritten Mittwoch, hat sie die Bücherei geöffnet. Sie freut sich, wenn möglichst viele Leser das Angebot des DRK-Ortsvereins nutzen. Viele sind Stammleser, andere kommen gelegentlich, und alle sind erstaunt, wie viel Lesestoff im Lauf von vier Jahren zusammengekommen ist, seit Ursula Brück mit der Einrichtung der Bücherei, damals noch in Zusammenarbeit mit der ehemaligen Vorsitzenden Christa Görrissen, begann. Die Initiatorin brachte gleich zahlreiche Bücher und auch Bücherborde aus dem eigenen Bestand mit, damit war der Grundstock gelegt. Der Ortsverein schaffte weitere Borde an und die Bücher kamen von allen Seiten als Spenden. Inzwischen sind alle Wände mit Regalen voll Lesestoff bestückt, alles von der 71-Jährigen säuberlich mit DRK-Stempel versehen, registriert und nach Sachgebiet sortiert. Über alle Titel werden Listen geführt, die auch beim Aussuchen bestimmter Bücher für die Leser sehr hilfreich sind. Abgabefristen gibt es nicht und auch Leihgebühren werden nicht erhoben. Einige wollen sich dennoch für den ehrenamtlichen Service erkenntlich zeigen und spenden etwas. Davon kauft Ursula Brück aktuelle neue Bücher.

Viel Platz ist in den Regalen nicht mehr. Doppelte Buchtitel, immerhin elf volle Bananenkartons, gingen nach Husby zum Aufbau einer dortigen Bücherei. Ursula Brück lebt seit sechs Jahren in Treia, ihr bereitet die Arbeit in der Bücherei großen Spaß. "Das ist eine schöne Aufgabe", so ihre Aussage. Für Anneliese Nissen, die amtierende Vorsitzende des DRK-Ortsvereins ist Ursula Brück ein "Glücksfall". Sie freut sich über deren ehrenamtlichen Einsatz und das besondere Angebot des DRK-Ortsvereins, das inzwischen auch anderenorts Schule gemacht hat.

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