Husumer Werkstätten : Leistungsschauen mit Lustgewinn

Spiel und Spaß nehmen beim Sommerfest traditionell großen Raum ein. Das wird auch am 18. Juli wieder so sein.
Spiel und Spaß nehmen beim Sommerfest traditionell großen Raum ein. Das wird auch am 18. Juli wieder so sein.

Die Husumer Werkstätten für Menschen mit Behinderung laden für Sonnabend, 18. Juli, zum 34. Sommerfest ein. Zur „Probe“ gibt es heute (11. Juli) schon einmal „Blütenzauber“ auf dem Heidehof in Horstedt.

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11. Juli 2015, 08:00 Uhr

Zwei Feste an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden – das kriegen nur die Husumer Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfB) hin. Den Auftakt macht heute (11. Juli) ein „Blütenzauber“ auf dem Heidehof. Der einstige Reiterhof in der Gemeinde Horstedt ist schon seit Jahren Domizil der WfB-Garten- und Landschaftsbau-Abteilung. Eine gute Gelegenheit, gerade jetzt – in der zumindest kalendarisch warmen Jahreszeit – zu zeigen, was man kann. Und das ist viel. Neben einer bunten Vielfalt von Schnittblumen und Gestecken erwartet die Besucher zwischen 10 und 16 Uhr alles, was die werkstatteigene Produktion zu bieten hat. Und sogar noch mehr. So haben Abteilungsleiter Dieter Kurzke und sein Team auch an das leibliche Wohl gedacht. Neben Grillspezialitäten wird es Kaffee und Kuchen geben.

Nur eine Woche später, am Sonnabend, 18. Juli, geht es bei den Werkstätten schon wieder weiter – diesmal in der Dieselstraße 18. Dort soll das 34. Sommerfest der Husumer Werkstätten gefeiert werden. Die Schirmherrschaft hat diesmal Kreispräsident Heinz Maurus übernommen, der zur Eröffnung allerdings durch seinen „Vize“, Siegfried Puschmann vertreten wird.

Wie der „Blütenzauber“ auf dem Heidehof beginnt auch das „Sommerfest“ um 10 Uhr und endet um 16 Uhr. Doch in diesen sechs Stunden werde es reichlich Informationen über die einzelnen Werkstatt-Bereiche, aber auch und jede Menge Unterhaltung geben, versprechen Werkstatt-Leiter Okke Peters und Birte Haeßler, die sich um Marketing und Öffentlichkeitsarbeit kümmert. Es werde an nichts gespart – zu aller Letzt an der Musik. Und das ist auch gut so, denn für viele Menschen mit Behinderung ist Musik ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. „Statt Godewind (die hier auch schon mal gespielt haben, Anmerkung der Redaktion) gibt es diesmal allerdings die Gruppe Gegenwind zu hören“, sagt Peters schmunzelnd. Die Werkstatt-Band ist zwar noch relativ jung, aber ein echtes Eigengewächs, das Gruppenleiter Wolfgang Schramm und Stefan Harmsen aus der Taufe gehoben haben. Wieder mit dabei ist auch die Tanzgruppe der Lebenshilfe und der Beschäftigten-Chor, um nur einige zu nennen. Neben einer Tombola erwarten die Besucher, für die ein Shuttle-Service von und zur Innenstadt (Bushaltestelle Husumer Kaufhaus) eingerichtet wurde, kulinarische Leckereien wie Räucherfisch und Futjes, aber auch Unterhaltsames wie das Pömpel-Zielwerfen. Für Technik-Freunde dürfte der Werkstatt-Bereich „Trecker-Aufbereitung“ von besonderem Interesse sein. „Dort machen wir große landwirtschaftliche Geräte wie Häcksler und Schlepper winterfest“, erläutert Peters.

Am Rande wies der Werkstatt-Leiter noch einmal darauf hin, dass er sich von der Idee eines Tages der Offenen Tür endgültig verabschiedet hat. „Unsere Leute wollen das Sommerfest. Und das sollen sie auch kriegen.“ So scheinen es auch die Besucher zu sehen. Nicht fehlen darf natürlich der werkstatteigene Flohmarkt auf dem Parkplatz von Neukauf (Anmeldungen: unter Telefon 04841/9870). Und auf dem ausgeschilderten Parkplatz der Lackiererei von Hans Carstens stehen den Besuchern weitere Parkplätze zur Verfügung.

„So ein Fest steht und fällt mit dem Engagement der Mitarbeiter. Dafür können wir uns nur bedanken“, fasst Okke Peters zusammen. Und die Beschäftigten auch, denn sie werden von dem Erlös auf Freizeit fahren.

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