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Ehrlichkeit ist gefragt : Leih-Regenschirme für die Gäste

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

„Wir für Friedrichstadt“ will bis zu 200 Regenschirme anschaffen und Besuchern der Stadt zur Verfügung stellen. Dabei setzt der neu gegründete Verein auf die Ehrlichkeit der Nutzer.

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erstellt am 27.Mär.2015 | 10:00 Uhr

So ganz routiniert lief es noch nicht ab, Vorsitzende Doreen Stümpel musste das ein oder andere Mal nach dem offiziellen Procedere nachfragen, doch das störte in der ersten Jahresversammlung des Vereins „Wir für Friedrichstadt “ eigentlich niemanden. Denn schließlich geht es den Mitgliedern darum, die Stadt voranzubringen. Und von anfänglich acht ist die Mitgliederzahl mittlerweile auf 34 gewachsen.

Die erste Jahresversammlung bei Theorie und Praxis am Marktplatz, in der früheren Schreibwarenhandlung Kruse, war gut besucht, wenn auch Doreen Stümpel feststellte, „dass ja beinahe so viele Gäste wie Mitglieder anwesend sind“. Ob dies daran lag, dass der Verein schon in seiner Einladung mitgeteilt hatte, dass nach der Zusammenkunft der erste Geburtstag gefeiert werden soll, oder ob es einfach nur darum ging, einfach einmal die Personen kennen zu lernen, die hinter dem „Wir für Friedrichstadt“ stehen, konnte nicht geklärt werden.

Zumindest hat der Verein, der in erster Linie eine Interessensvertretung der Geschäftsleute in Friedrichstadt darstellt und in die Fußstapfen des aufgelösten Handels- und Gewerbevereins getreten ist, auch die Kasse des einstigen Ladytalks (eine Untergruppe des HGV) übernommen. Trotz einiger Aktionen ist so immer noch ein Guthaben von rund 1000 Euro auf dem Konto, auch wenn es noch säumige Beitragszahler gibt, wie Kassierer Jan Stümpel feststellte.

Eine sehr erfolgreiche Aktion war laut Jahresbericht der Herbstzauber. Denn trotz der Kosten für die Hexen und die Aktionen gab es einen kleinen Überschuss. Gut kam auch die Weihnachtsaktion an. Der Verein hatte einen Wettbewerb ausgeschrieben. Gesucht wurde das schönste weihnachtlich geschmückte Haus in der Altstadt. Eine nicht aus Friedrichstadt kommende Jury ermittelte den Gewinner, der sich jetzt auf Kosten der WFF in Amsterdam vergnügen darf. Auch die Weihnachtsbeleuchtung hat nicht nur gemeinsam mit den Straßenlaternen geleuchtet, sondern bereits dann, wenn es dämmrig wurde.

Angedacht als größere Aktion ist unter anderem der Friedrichstädter Leih-Regenschirm. Zwischen 100 und 200 Exemplare sollen angeschafft, mit Logos versehen und an verschiedenen Stellen der Stadt stationiert werden. Bei Bedarf kann jedermann einen Schirm nutzen – und sollte ihn nach Gebrauch wieder zurück stellen. „So etwas funktioniert gut“, unterstrich Jan Stümpel, „denn wenn ein Pfand genommen wird, dann wird das gern als Kaufpreis betrachtet und die Regenschirme würden dann auf Nimmerwiedersehen verschwinden.“

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