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Eine Feier zum Auftakt : Leckere Speisen und gute Gespräche

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Mit einer kleinen Feierstunde ist am Freitag, 27. März, die neue Mensa der Gemeinschaftsschule Nord ihrer Bestimmung übergeben worden. Eine gelungene Sache, waren sich alle Beteiligten einig.

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erstellt am 28.Mär.2015 | 10:00 Uhr

Na, wenn das kein gutes Omen ist: Der Bau zwei Monate früher fertig und die Reden zu seiner feierlichen Einweihung zehn Minuten kürzer als geplant. Dabei wiesen Gastgeber und Gastredner – allen voran Bürgermeister Uwe Schmitz – wiederholt und ausdrücklich darauf hin, dass in der neuen Mensa der Gemeinschaftsschule Nord hoffentlich nicht nur gegessen, sondern mehr noch miteinander gesprochen wird. Aber manchmal liegt die Würze tatsächlich in der Kürze.

Dessen ungeachtet ließ Schulleiter Dieter Boe am Freitag, 27. März, in seiner Begrüßungsrede noch einmal Revue passieren, was lange währte, um am Ende richtig gut zu werden. So erinnerte er an eine Zeit, da seine Schüler zum Mittagessen in die Kantine des Krankenhauses gingen – vorbei an Notaufnahme und unter den genervten Augen von Klinik-Mitarbeitern, die nach einer Gallenblasen-Operation verständlicherweise wenig Lust „auf 40 lärmende und hungrige Schüler hatten“. Auch später, im Speisesaal des städtischen Altenheims, prallten bisweilen Welten aufeinander – und das nicht nur, weil Altenheim-Bewohner lieber Königsberger Klopse essen, während Schüler Spaghetti mit Tomatensoße bevorzugen.

Doch diese Zeiten sind nun ein für alle Mal vorbei – und unter Leitung von Konrektorin Bettina Berns kümmert sich fortan ein 45-köpfiges Team von Eltern ehrenamtlich um den Mensa-Betrieb. Apropos Eltern: Katharina Hansen vom Schulelternbeirat war am Tag der Einweihung wohl als einzige verschnupft, aber nicht wegen der Feier, sondern wegen einer Erkältung. Dessen ungeachtet brachte sie auf den Punkt, was auch die anderen Redner immer wieder betonten: „Hier haben wirklich alle an einem Strang gezogen.“ Zudem seien durch den Bau zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen worden, sagte Hansen und bemühte ein chinesisches Sprichwort: „Essen vertreibt den Hunger, Lernen vertreibt die Dummheit.“ Mit dem Mittagstisch, der hier angeboten wird, „gewinnt unsere Schule an Profil“, ist sich Hansen sicher. Dieter Boe und allen Mitstreitern dankte sie im Namen des Elternbeirates für ihre Beharrlichkeit.

Der holprigen Vorgeschichte des Mensa-Baus folgte tatsächlich ein Zusammenspiel aller Beteiligten, das auch der eigens für die Einweihung gegründete „Mensa-Chor“ nicht harmonischer hinbekommen hätte. Dafür bedankte sich auch der Schulleiter noch einmal ausdrücklich – allen voran bei seinem Vorgänger Klaus-Rainer Becker, aber auch bei Politik und Verwaltung, besonders bei Thomas Borowski vom Gebäudemanagement, und natürlich bei Manuel Dycker vom Architekturbüro Johannsen & Fuchs, der bereits dem Um- und Erweiterungsbau der Schule betreut hatte.

Seither müsse sich allerdings einiges geändert haben, mutmaßte der junge Architekt und wartete mit der Anekdote auf, dass er während der vorausgegangen Bauarbeiten wegen seines jugendlichen Aussehens mal für einen Schüler gehalten worden und um ein Haar von der Baustelle geflogen sei. Das sollte sich gestern nicht wiederholen. Und mit dem Ergebnis seiner Arbeit war Dycker offenbar auch sehr zufrieden.

Für den Förderverein, der maßgeblich dazu beigetragen hat, dass die Mensa auch als Bühne oder Vortragsraum genutzt werden kann, bilanzierte Michael Hansen, dass „hier alles ganz gut geklappt hat“. Als negative Referenz-Beispiele nannte er den Berliner Flughafen sowie die Elbphilharmonie in Hamburg und sagte: „Diese Mensa ist ein neuer toller Mittelpunkt unserer Schule.“

Bürgermeister Uwe Schmitz wiederum dankte allen Beteiligten, vor allem Dieter Boe, für ihre Geduld und gab der Hoffnung Ausdruck, dass dieser „neue Mittelpunkt“ im Sinne eines Tisches (lateinisch mensa) nun auch reichlich genutzt werde – für „leckere Speisen und gute Gespräche“.

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