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St. Peter-Ording : Lebensraum für Frösche und Vögel

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Stiftung Naturschutz will ein weiteres Biotop für Wiesenvögel und Amphibien auf Eiderstedt schaffen.

Ein weiteres Biotop für Wiesenvögel und Amphibien will die Stiftung Naturschutz auf Eiderstedt schaffen – und zwar im Einzugsgebiet des Brösumer Sielzug. Das Gebiet mit einer Fläche von rund 1,5 Hektar liegt in unmittelbarer Nähe zu den Pütten (Brösumer Späthinge) hinter dem Deich. Mit der Maßnahme will die Stiftung eine Lebensraum-Verbesserung für Moorfrosch und Offenlandvögel wie Rotschenkel, Austernfischer und Kiebitz sowie Rastvögel wie Nonnen- oder Ringelgänse schaffen. Die Fläche sowie die östlich und südlich angrenzenden werden weiterhin weidewirtschaftlich von dem Brösumer Landwirt Rudolf Hamkens als Viehweide genutzt. Entsprechende Auflagen sind einzuhalten. Das hat er zugesichert. Die Stiftung hat beim Kreis Nordfriesland die Genehmigung für eine Grabenumgestaltung und Schaffen einer Staueinrichtung beantragt.

Der Umweltausschuss hatte am 13. Juli einen Ortstermin beschlossen, da die Deichverteidigungslinie durch die Maßnahme gefährdet werden könnte. Dieser fand nun statt. Flächenmanagerin Gudrun Beuck und Till Severon von der Stiftung Naturschutz, Stefanie Vogel von der Naturschutzbehörde des Kreises Nordfriesland, Dirk Hansen vom Amt Eiderstedt und der Vorsitzende des Umweltausschusses von St. Peter-Ording, Jochen Rother, trafen sich Grudeweg.

Derzeit kann sich das Vieh auch während der Brutzeit ungehindert bewegen. Im hinteren Teil befindet sich eine kleine Seeregenpfeiferkolonie. Besonders zu deren Schutz sind die Gräben instandzusetzen. Der Graben am Grudeweg wird von der Maßnahme nicht betroffen. Insofern ergäben sich keine negativen Auswirkungen, hieß es beim Ortstermin. Der vorhandene, die Fläche begrenzende rechtwinklig verlaufende Graben östlich und südlich soll an den Seiten zu dieser Weidefläche abgeschrägt und der Überlauf neu geschaffen werden. Die Ausschreibung sei fertig, man möchte zügig beginnen.

Rother sicherte zu, in Absprache mit der Verwaltung so schnell wie möglich in einer Kurzsitzung des Umweltausschusses einen entsprechenden Beschluss herbeizuführen. Seines Ermessens stünde dieser so beabsichtigten Maßnahme nichts entgegen.


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