Wilhelminen-Hospiz in Niebüll : Lauf ins Leben zum Sommerfest

Startklar für den Lauf ins Leben (von rechts): Bernhard Vogel, Günter Asmussen (Hospiz), Stadtmanager Holger Heinke mit Christel Tychsen, Heike Behrens-Schulz und Heike Matthiesen (alle Hospiz) sowie Sportlehrer Martin Perleberg mit Schülern der FPS.
Startklar für den Lauf ins Leben (von rechts): Bernhard Vogel, Günter Asmussen (Hospiz), Stadtmanager Holger Heinke mit Christel Tychsen, Heike Behrens-Schulz und Heike Matthiesen (alle Hospiz) sowie Sportlehrer Martin Perleberg mit Schülern der FPS.

Ein 24-stündiges Benefiz-Sportfest am 22. und 23. Juni soll eine möglichst hohe Summe für das Wilhelminen-Hospiz in Niebüll einbringen.

shz.de von
05. Juni 2018, 12:00 Uhr

Gut 10.000 Euro kamen für das Wilhelminen-Hospiz in Niebüll beim ersten Lauf ins Leben vor zwei Jahren zusammen. Diese Summe soll bei der zweiten Auflage der 24-Stunden-Veranstaltung auf dem Sportgelände der Friedrich-Paulsen-Schule (FPS) am 22. und 23. Juni übertroffen werden. Doch es geht dabei um mehr als Geld. „Nämlich um den Abbau von Berührungsängsten, um Öffentlichkeitsarbeit für unser Haus“, sagt Hospiz-Leiterin Christel Tychsen. Daher wird die Sportveranstaltung diesmal mit dem Sommerfest des Hospizes kombiniert. Noch bis Freitag, 8. Juni, können sich Teilnehmer aller Altersgruppen, Vereine, Verbände, Firmen und Einzelstarter für den Benefiz-Lauf anmelden. Die Veranstalter hoffen auf viele Starter aus dem gesamten Kreisgebiet.

„Wir haben schon zwei, drei Nennungen von 24-Stunden-Läufern – für trainierte Ausdauersportler ist das mit einigen Pausen kein Problem“, sagt der Langstreckenläufer Bernhard Vogel, Vorsitzender des Vereins Fri Ööwingfloose, dem Veranstalter des „Loop för dat Leven“. Unterstützt werden dessen Mitglieder beim 24-Stunden-Service rund um den 1,3 Kilometer langen Rundkurs von zahlreichen freiwilligen Helfern des DRK, des THW und der Freiwilligen Feuerwehr. „An alle ein ganz herzliches Dankeschön – ohne diese Unterstützung wäre diese besondere Veranstaltung nicht möglich“, sagt Heike Matthiesen vom Hospiz-Team.

7,50 Euro beträgt die Startgebühr pro Person – egal, wie lange gelaufen wird. „Es geht auch eine Runde mit dem Rollator – jede Startgebühr ist eine aktive Unterstützung der Hospizarbeit in Nordfriesland“, sagt Christel Tychsen. Umkleiden und Duschen können in der Sporthalle der FPS genutzt werden. Die Schülerstaffeln der FPS werden gesponsert, jeweils 250 Euro zahlen die sechs in Niebüll aktiven Serviceclubs. Sieger des Laufes ist die Staffel – dazu zählen mindestens sechs Starter – mit der längsten zurückgelegten Strecke. Die Siegerehrung findet am Sonnabend, 23. Juni, ab 19 Uhr statt. Der Startschuss zum Lauf ins Leben fällt am Tag zuvor um 18 Uhr.

Dazwischen bietet das Sommerfest jede Menge Programm. Live-Musik von der Bühne gibt es am ersten Tag ab 18.30 Uhr unter anderem vom Orchester der FPS und Femke Holthusen. Der Sonntag beginnt um 8 Uhr mit einem von den Landfrauen und dem DRK-Ortsverein bestückten Frühstücksbüfett. Danach zeigt die DRK-Rettungshundestaffel ihr Können. Außerdem stehen Kinderspiele, die Band Policia de Samba, eine Modenschau der Hospiz-Boutique Wilhelmine und eine Move-it-up-Show des Tanzstudios Stümer bis zum Zieleinlauf auf dem Programm. Tychsen: „Ein großes Dankeschön an alle Künstler, die zugunsten der Hospizarbeit teilweise komplett auf ihre Gage verzichten.“

Der plattdeutsche Name „Loop för dat Leven“ ist bewusst gewählt. Steht er doch für die Lebendigkeit, die auch das letzte Stück Lebensweg für unheilbar kranke Menschen und ihre Familien und Freude bereichern kann. Dies ist das oberste Ziel des Teams aller Haupt- und Ehrenamtler, die für die Gäste des Hospizes mit Herzblut im Einsatz sind. „Bei uns wird viel gelacht, das können sich Menschen, die das Hospiz nicht kennen, oft nur schwer vorstellen“, sagt Tychsen. Viele Angebote des Hauses, dessen Einzugsgebiet noch über die Kreisgrenzen hinaus reicht, werden nicht von den Kassen finanziert, zum Beispiel die komplette Trauerarbeit. Egal also, wer am 23. Juni auf dem Siegerpodest steht, Gewinner wird in jedem Fall die Hospizarbeit in Nordfriesland sein.


Infos und Anmeldung: loop-foer-dat-leven@wilhelminen-hospiz.de

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