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Kilometerlange Staus : Laster sorgt für Stillstand auf der B 5

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein mit Gas beladener Sattelzug rutschte bei Oldenswort von der Fahrbahn. Die Bundesstraße musste für drei Stunden gesperrt werden. Und auch auf der Ausweichstrecke über Harblek verunglückte noch ein Lkw.

Für kilometerlange Staus auf der Bundesstraße 5 sorgte gegen 12 Uhr ein verunglückter Tankzug. Er war kurz vor der Jans-Kurve bei Oldenswort von der Fahrbahn abgekommen, als er einem Rettungsfahrzeug auswich. Er war in Richtung Norden unterwegs gewesen. Die zu diesem Zeitpunkt sehr stark befahrene B 5 musste für die nächsten drei Stunden gesperrt werden. Das verlangte allen Kraftfahrern viel Geduld ab. Unter ihnen waren auch viele, die wegen der Sperrung der Rader Hochbrücke und des Kanaltunnels in Rendsburg nach einem Lkw-Unfall am Morgen auf der Westroute unterwegs waren. Doch damit nicht genug: Auf der Umleitungsstrecke über Harblek geriet ein Lkw ebenfalls von der Fahrbahn ab. Er war mit 20 Tonnen Speiseöl beladen. Dennoch hatten alle Glück im Unglück: Verletzt wurde niemand.

Vor Ort auf der B 5 hatten viele Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun. Eine besondere Gefahrenlage ergab sich dadurch, dass der verunglückte Tanker eine gefährliche Mischung an Bord hatte, die aus 60 Prozent Propan- und 40 Prozent Butangas bestand. Dazu Tönnings Feuerwehrsprecher Hans-Ulrich Proß: „Bei Austritt aus dem Tankbehälter kann es zu Schwindel und Erstickungsanfällen kommen. Wir müssen da also vorsichtig sein.“ Aus diesem Grund hatten die Einsatzkräfte auch den Gefahrgutzug Nordfriesland alarmiert. Dessen Fachberater Henning Martensen nahm die Angelegenheit in Augenschein. Während der aufwendigen Bergungsarbeiten hielten die Feuerwehrleute Sicherheitsabstand. 44 Tönninger und Oldensworter Löschprofis mit neun Fahrzeugen waren im Einsatz. Die Polizei sperrte die Unfallstelle mit mehreren Streifenwagen ab – jeweils am Ende der kilometerlangen Warteschlagen waren Streifenwagen postiert. Der Verkehr staute sich bis kurz vor Tönning und in die andere Richtung bis Bütteleck, zeitweise sogar bis zur Tankstelle Ingwershörn bei Witzwort.

Eiderstedts Amtswehrführer Norbert Blies sorgte während der drei Stunden bei unangenehmen Temperaturen dafür, dass die Einsatzkräfte zweimal verpflegt wurden. Die Leitung lag beim stellvertretenden Tönninger Wehrführer Volker Sievers, der mit den Arbeiten zufrieden war.

Die Unfallursache wird laut Polizei untersucht. Um das schwere Fahrzeug wieder auf die Fahrbahn zu bekommen, wurden aus Heide ein 90-Tonnen-Kran sowie ein 40-Tonnen-Bergeschlepper angefordert. Unter Leitung von Maurice Hoffnauer und dank des Fingerspitzengefühls von Kranführer Jürgen Pauls konnte der Tanker schließlich vorsichtig wieder auf die Fahrbahn gehievt werden. Feuerwehrkräfte reinigten die Straße. Erst um 15 Uhr konnte die voll gesperrte B 5 schließlich wieder freigegeben werden.

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