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Startschuss am frühen Morgen : Langenhorn in Feierlaune

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Zum traditionellen Sommerfest kamen die Besucher von weit her. Das Programm mit Flohmarkt, Vorführungen, Musik und Kinderspielen hatte für jeden etwas zu bieten.

Das mittlerweile 39. Sommerfest in Langenhorn ließ es an nichts fehlen. Kaiserwetter nach regenreichen, kühlen Tagen bescherte dem ehrenamtlichen Organisations-Team viele Besucher aus nah und fern. „Spaß an der Freud“ hatten nicht nur die Gäste bei einem randvollen Gratis-Programm, sondern auch die Macher. Schließlich ist das familiäre Fest weit über Nordfrieslands Grenzen hinaus bekannt. Es wunderte also niemanden, dass sich einmal mehr schon mit dem Startschuss des Flohmarktes in aller Frühe eine lange Menschenschlange durch die Festmeile des 3100-Einwohner-Dorfes zog. „So macht das Laune“, bestätigte Mit-Organisator Holger Hunecke. Das Geheimnis sei, dass alle Vereine an einem Strang ziehen und sich einbringen. Federführend waren einmal mehr die Akteure des Gewerbevereins in enger Zusammenarbeit mit den Bauhofmitarbeitern verantwortlich. Neben Hunecke hatten Kristina Bossen, Judith Rücker, Karsten Steinauer, Karsten Junker, Frank Staecker, Patrick Carstens und als neuer Marktmeister Jocky Parlow „den Hut“ als Hauptverantwortliche auf.

„Das ist ja Wahnsinn, fast wie auf dem Oktoberfest“, staunte Maria Weiß aus Passau, als sie in der wärmenden Morgensonne über den großen Flohmarkt schlenderte. Trotzdem, stellte sie weiter fest, gehe alles ruhig und beschaulich zu: „Kein Geschrei, kein Geschubse, nur fröhliche Leute sehe ich“, so Friedrich Hansen aus Flensburg. Mehr als 200 Stände waren vertreten. Für viele war es die Gelegenheit, die bisher sorgfältig gehorteten Schätze Liebhabern anzubieten. Alte Radios, Porzellanwaren, Spielzeug und mehr – nützlich oder nicht – brachten die Händler oft weit unter Wert nach dem Motto „alles muss raus“ an den Frau oder den Mann. Auch der Gast aus der nördlichsten Stadt Deutschlands kam zu seinem Recht. Er feilschte um jeden Cent für eine Analog-Spiegelreflex-Kamera und bekam sie für ein „Taschengeld“.

Viele nutzten die Gelegenheit für ein zweites Frühstück. Wieder einmal hatten die Ehrenamtlerinnen des DRK-Ortsvereins Langenhorn dazu auf den Festplatz, dem Friedrich-Paulsen-Platz, eingeladen. Dabei unterhielten die Spielleute des Spielmannszuges Langenhorn mit den Rhythmus Kids. Pastor Guido Jäckel freute sich über eine volle Kirche beim Gottesdienst zum Sommerfest. Besondere Gäste gestalteten ihn mit: Gut 80 Bläserinnen und Bläser sorgten mit dem weltbekannten Münchener Quintett „Harmonic Brass“ für einen grandiosen Klangteppich in der Kirche. Die Profi-Musiker hatten in der vergangenen Woche einen Workshop vor Ort angeboten, zu dem Teilnehmer aus ganz Europa angereist waren. Bürgermeister Horst Petersen eröffnete in Begleitung der Damen der Trachtentanzgruppe „Hoorninger Donsere“ das fröhliche Fest und zugleich ein buntes Programm auf der Marktplatz-Bühne. Während viele die Spezialität Wiensupp un Schink – von den Aktiven der Landfrauen und Mädchengilde zubereitet – genossen oder auch andere kulinarische Köstlichkeiten, setzten die Jagdhornbläser und der Feuerwehrmusikzug musikalische Akzente. Am späten Nachmittag sorgten die Musiker der nordfriesischen Kultband „De Inspringer“ um Frontmann Jens Ingwersen für gute Laune, bevor die Band „Ceenot 71“ vorwiegend mit Rock-Coversongs und zu späterer Stunde mit tanzbarer Musik kräftig einheizte.

Viel Abwechslung und Spaß gab es auch für die Kinder mit Kutsch-und Karussellfahrten, Kasperle-Theater und auf der Rutsche des Technischen Hilfswerkes (THW). Die Ehrenamtler der Männer-Turnsparte 1 des Turn- und Sportvereins Langenhorn hatten einen Geschicklichkeits-Parcour aufgebaut und die des Fußballclubs Langenhorn ein Torwandschießen angeboten. „Wir sind sehr zufrieden“, so die einhellige Meinung der Macher. Dank vieler Sponsoren aus der Geschäftswelt des Ortes und der Umgebung konnte eine reichhaltige Tombola ausgespielt werden. Gelobt wurde von vielen die vorbildliche Parkplatzsituation. Unweit vom Ort des Geschehens war eine Koppel dafür hergerichtet worden. Die Feuerwehr Langenhorn hatte die Aufsicht.

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