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Wachsende Gemeinde : Langenhorn bleibt beliebtes Bauland

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Für die kommenden zwei Baugebiete in Langenhorn gibt es bereits jetzt mehr Bewerber als Grundstücke. Ein Drittes ist in Planung. Und auch neue Bauplätze für Gewerbe sollen in diesem Jahr entstehen.

shz.de von
erstellt am 06.Mär.2016 | 06:30 Uhr

Noch wurde offiziell zwar kein Baurecht geschaffen, doch Langenhorns Bürgermeister Horst Petersen hat schon 24 Bewerbungen für die neun geplanten Grundstücke westlich des Pastorats auf seinem Schreibtisch liegen. „Ich kann mir selbst kaum erklären, warum die Nachfrage bei uns so hoch ist“, sagt er. Vielleicht ist es Langenhorns Lage mit günstigen Anbindungen an die B 5 und die Bahnverbindung zwischen Hamburg und Westerland. Wahrscheinlich sind es aber auch die verhältnismäßig günstigen Preise. Im Schnitt werde der Quadratmeterpreis für das genannte Baugebiet Nr. 22 erschlossen zwischen 50 und 55 Euro liegen, sagt Petersen. Und das Baurecht zu bekommen, sei laut seiner Aussage nur noch Formsache. Tatsache ist, dass die Gemeinde wächst – und ein Ende noch nicht in Sicht zu sein scheint.

Um unter den Bewerbern aussieben zu können, sollen nach Wunsch der Gemeindevertreter nun bevorzugt Langenhorner ein Grundstück erhalten, die selbst einziehen und nicht vermieten wollen. „Wir wollen zuerst an junge Leute denken, die gern bleiben wollen“, sagt der Bürgermeister. Und aus genau dieser Gruppe stammen auch die meisten Anfragen: Junge Familien mit Kindern.

Selbst für das nächste Baugebiet (Nr. 23) gibt es bereits Anfragen. Noch wurde zwar nichts beschlossen, doch nach aktuellen Plänen soll nach dem Gebiet am Pastorat der Bereich am Clausensweg in Mönkebüll erschlossen werden. Rund 13 Grundstücke sollen dort entstehen, zwölf Bewerbungen hat der Bürgermeister bereits bekommen. „Und das, obwohl es bisher nur im Gespräch gewesen ist.“ Erst seit vergangener Woche steht fest, dass die Gemeinde dort überhaupt ein Wohngebiet planen darf. Da ein Schweinemastbetrieb in der Nachbarschaft liegt, war zunächst ein Immissionsschutz-Gutachten erforderlich. Doch inzwischen hat Petersen es schwarz auf weiß: Auch am Clausensweg kann Wohnbebauung geschaffen werden.

Parallel dazu soll das Neubaugebiet zwischen Holm-, Gärtner-, Baron-von-Gelting-Weg und Klaus-Groth-Straße (Nr. 21) erweitert werden. Die Gemeinde hat die Fläche bereits erworben, insgesamt sind dort 43 weitere Grundstücke geplant – die allerdings in einzelnen Teilabschnitten erschlossen werden sollen. „Sogar das Land hat sich in einer Stellungnahme über die rasante Bautätigkeit der vergangenen Jahre überrascht gezeigt“, sagt Petersen.

Langenhorn ist eine der am schnellsten wachsenden Gemeinden im Amt Mittleres Nordfriesland. 2005 lebten dort knapp 2800 Menschen, zehn Jahre später waren es mehr als 3200 – und die Einwohnerzahl steigt weiter. Da die Kommune zentralörtliche Funktionen zu erfüllen hat, gibt es vom Land keine Begrenzung, wie viele Wohngebiete erschlossen werden, erklärt Petersen. Es sei lediglich eine Absprache mit der Stadt Bredstedt vorgeschrieben.

Und auch im Gewerbe soll sich wieder etwas tun. Mit mehr als 100 Betrieben sei man in diesem Bereich schon immer gut aufgestellt gewesen, sagt der Bürgermeister. Laut Haushaltsplan wird 2016 mit 1,65 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen gerechnet. Doch zurzeit gibt es keine Bauplätze mehr. Deswegen hatten die Gemeindevertreter bereits 200.000 Euro für ein Gewerbegebiet im diesjährigen Haushalt veranschlagt.

Zwei Flächen hatte die Kommune danach zunächst in nähere Betrachtung gezogen und durchrechnen lassen – allerdings wäre die dortige Zuwegung so teuer geworden, dass der Quadratmeterpreis laut Bürgermeister „für Gewerbe viel zu hoch geworden wäre.“ Inzwischen gibt es aber eine weitere Fläche, die alternativ infrage kommen könnte. Drei Langenhorner Betriebe hätten bereits Interesse angemeldet, sagt Horst Petersen. „Ich hoffe, dass wir noch in diesem Jahr etwas anbieten können.“

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