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Ruhiger Jahreswechsel : Lange Spaziergänge zu Silvester

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Natur, die Beschaulichkeit und die Ruhe locken viele Urlauber dieser Tage nach St. Peter-Ording. Viele der Gäste sind vor der Knallerei geflohen und genießen das eine große Feuerwerk auf der Buhne.

Schon wieder neigt sich das Jahr dem Ende. Viele wollen es mit Böllern und Raketen sowie mit feucht-fröhlichen Feiern verabschieden, andere lieben es beschaulicher und haben sich als Ort des Geschehens St. Peter-Ording ausgesucht. Dort ist im ganzen Ortsgebiet Feuerwerk verboten – wegen der zahlreichen Reetdächer. „Wir brauchen die Ruhe, wollen im Familienkreis zusammensitzen, klönen, spielen und gemütlich essen. Wir möchten am Silvestertag nicht von morgens bis abends wie zuhause Knallerei um uns herum“, sind sich die Hamburger Annemarie und Heinz Friedrichsen einig. Das Rentner-Ehepaar verbringt mit seiner zwölfköpfigen Familie, darunter zwei Urenkel- und vier Enkelkinder, den letzten Tag des Jahres in seiner Eigentumswohnung im Ortsteil Böhl. Das traditionelle Silvesterfeuerwerk an der Strandpromenade möchten die Ruheständler aus der Ferne genießen. Dazu wollen sie etwa eine Stunde vor Mitternacht langsam am Meer in Richtung Ortsmitte wandern, und wenn der Lichterglanz am Himmel verblasst ist, wieder zurückgehen. Ihre Kinder wollen sich danach noch auf der bunten Meile beim Tanz vergnügen. Bis zum kommenden Montag bleiben die Fans des Nordsee-Heilbades und wollen noch viele Strandspaziergänge machen, mit den Enkeln im Sand buddeln, oder sich in der Dünen-Therme vergnügen. Die Märchenvorstellung im Kinderspielhaus und das Kirchenkonzert in St. Peter stand bereits auf dem Programm. Das schätzt Heinz Friedrichsen neben der Ruhe und der guten Luft auch besonders: das vielfältige Programm vor Ort. Auch in den Kirchen werde aktive Arbeit für alle geleistet. Jeder könne das für ihn Richtige finden.

„Die Menschen suchen sich St. Peter-Ording gezielt aus, um wegzukommen von der Knallerei. Sie möchten die Stille erleben und einfach nur raus und natürlich die Landschaft genießen“, weiß Jörg Sass. Er ist Betreiber des Campingplatzes im Ortsteil Ording und der ist über den Jahreswechsel hinaus ausgebucht. „Das ist eigentlich was für Individualisten, aber der Trend zum Wintercamping und damit dem Ursprünglichen nimmt zu“, sagt er. Es habe sich auch eine Art Eigendynamik unter seinen Gästen entwickelt. Sie genießen meist nach dem ausgiebigen Naturerleben – dabei spielen Wind und Wetter keine Rolle – die Geselligkeit in gemütlicher Runde. Darauf habe er sich eingestellt und eine gemütliche Holzhütte gebaut, in der nicht nur zu Silvester am Kamin, bei kleinen Speisen und Getränken, das Miteinander erlebt werden könne.

Seit zehn Jahren ist Dirk Brumley mit seinem Wohnmobil auf dem Platz zu Gast. Auch diesmal sind Ehefrau Maren und die Kinder Pia (7), Sören (12), und Ole (15) mit an Bord. „Was wollen wir mehr, Wir haben es warm, können kochen, miteinander spielen und jeden Tag am Strand sein. Außerdem ist es ein billiges Vergnügen, abgesehen von der Anschaffung des Fahrzeuges“, sagt der Familienvater aus Steinfurth in Nordrhein-Westfalen. Seitdem Silvia Bierstedt mit ihrem Mann Holger vor zwei Jahren das erste Mal in St. Peter-Ording war, gehört der Ort inzwischen zum festen Urlaubsprogramm. „Wir sind mindestens zweimal im Jahr mit unseren Kindern Saskia und Niklas hier. Meist mieten wir eine Ferienwohnung“, bestätigen sie. Die meiste Zeit seien Outdoor-Aktivitäten gefragt. „Dann wird ganz viel gelaufen. Bei schlechtem Wetter spielen wir drinnen die alten Brettspiele, wie Mühle, Dame oder Monopoly“, so Bierstedt. In den Sommerferien hätten alle ihren Spaß am Sandfiguren-Bauen entdeckt. Auch das werde in diesen Tagen reichlich gemacht. Zum ersten Mal wollen sie beim Silvestercrosslauf mitmachen.

Für Hannelore und Fritz Köhn aus Hannover ist es in diesen Tagen das Höchste, warm eingepackt lange Strandspaziergänge zu machen und danach im Ortskern in einer der Gastronomiebetriebe – meist draußen nahe an den Heizstrahlern –Heißgetränke zu genießen. Es mache Spaß, das bunte Treiben zu beobachten und zwischendurch den einen oder anderen Einkaufsbummel in einem der kleinen Geschäfte zu unternehmen. „Ich finde St. Peter-Ording irgendwie schnuckelig und familiär. Man findet Ruhe oder Action“, sagt Ehefrau Hannelore. Was beide zudem lieben: Sie fotografieren und filmen für ihr Leben gern. Jedesmal freuen sie sich auch wieder auf Zuhause. Dann wird gemeinsam an zwei Computern geschnitten, bearbeitet und sortiert was das Zeug hält. Über jeden Urlaub gibt es mindestens zwei Filme und unzählige Bilder. Die Natur in der Region sei einmalig und Naturschauspiele gebe es wie Sand am Meer. Oft seien beide auch mit dem Rad unterwegs. Silvester steht das Vergnügen auf der Promenade im Mittelpunkt, inklusive Feuerwerk.

Jeden Tag joggt die 20-jährige Katharina Thomsen mit ihrer Freundin Hannelore Marquardsen aus Lübeck am Böhler Strand. Auch Nordic-Walken gehöre zum täglichen Fitnessprogramm. Die Musikstudentinnen sind zum ersten Mal da. Jedes Jahr feierten sie Silvester zusammen in einem der Bäder entlang der Ostseeküste. „Mal sehen was uns hier erwartet“, sagen sie. Gut essen gehen werden sie vor dem Countdown zum neuen Jahr und sich dann hinein in den Trubel auf der Promenade wagen. Bis zum Sonntagabend hätten sie Zeit, um den Ort und die Region kennenzulernen.













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