Zwei Feste in Garding : Lange Schlangen sorgen für volle Kassen

Beim Stadtfest in Garding interessierte die Kinder das Schafscheren.
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Beim Stadtfest in Garding interessierte die Kinder das Schafscheren.

Vielfältige Angebote werden in Garding sowohl auf dem Spezialitätenmarkt als auch auf dem Stadtfest präsentiert. Trotz des Windes kamen zahlreiche Besucher. Allerdings fiel dem Pastor ein Ast auf den Kopf.

shz.de von
27. Juli 2015, 11:00 Uhr

Der Ansturm auf den 41. Spezialitätenmarkt war erneut enorm, was auch dem Wetter geschuldet war. Denn der noch anhaltende Wind lud nicht unbedingt zu einem Strandbesuch ein. Schon lange vor dem Verkauf der zahllosen Leckereien bildeten sich teilweise Schlangen von 20 Metern und mehr vor den Ständen. Um 14 Uhr war es dann endlich so weit. Beate Peters von den Everschoper Landfrauen gab den Startschuss für den Verkauf. Das Angebot der Landfrauen war vielfältig: Kuchen und Torten, Futtjes, Waffeln, Mehlbeutel mit Kirschsoße, Buttermilchsuppe mit Klümp, Weinsuppe, Kartoffeln mit Dip, Krabben- und Matjesbrötchen, Mettwurstbrote, Traum von Eiderstedt mit Erdbeeren und vieles mehr. Die drei Kuchenstände verkauften innerhalb von anderthalb Stunden etwa 120 Torten und an belegten Brötchen mit Fisch gingen mehr als 300 über den Tisch. Und als alle anderen Stände ausverkauft waren, wurden an den Futtjes-Ständen noch lange Schlangen gesichtet.

Für das Rahmenprogramm sorgten die Trachtentänzer aus St. Peter-Ording und der Landfrauenchor. Einige Mitstreiterinnen – wie auch die diesjährige Lammkönigin Jane Petersen – verkauften Lose. Mit Glück konnte einer der 200 gestifteten Preise gewonnen werden. Hauptgewinne waren ein Rundflug über Eiderstedt, ein einwöchiger Ferienaufenthalt auf einem Hof in Westerhever, ein Präsentkorb sowie ein Schaffell.

Der Erlös des Tages wird in diesem Jahr an den Hospiz Eiderstedt gehen. Die Marktleiterin Dörte Rickerts bedankte sich bei allen Helferinnen, die schon die ganze Woche gekocht und vorbereitet hatten, um ein solches Angebot anzubieten. Gleichzeitig stellte sie das neu Buch „Eiderstedter Spezialitäten – die besten LandFrauen-Rezepte“ vor. Außerhalb des Spezialitätenmarkts wird es in den örtlichen Geschäften angeboten.

Kundschaft war bereits am frühen Morgen im Rahmen des Stadtfestes auf den Beinen. Auf dem Marktplatz, in der Engen Straße und im Stadtpark herrschte ein geschäftiges Treiben. Während die Landfrauen ihre Stände für den Spezialitätenmarkt positionierten, hatten die Flohmarktbeschicker des Stadtfestes schon ihre Stände geöffnet und warteten bereits auf potentielle Käufer. Beim Inspizieren des Stadtparks fiel Ralf-Thomas Knippenberg ein vom Sturm gelockerter kleiner Ast auf den Kopf. „Aus Sicherheitsgründen verlegte ich daher den Außengottesdienst in die Kirche“, betonte der Pastor.

Nach der Predigt war ab 11 Uhr auch das Essen fertig. Der Gewerbeverein bot Ochs am Spieß an. Bereits um 6 Uhr hatte das Team aus Dithmarschen mit dem Garen des Ochsen begonnen. Wie jedes Jahr fand das zubereitete Fleisch einen reißenden Absatz.

Ebenfalls im Stadtpark hatte der Geflügelzuchtverein Hühner und Tauben ausgestellt, ein Schäfer zeigte, wie Schafe geschoren werden, und beim Schützenverein konnte die Treffsicherheit mit einem Gewehr geprüft und Pokalen eingeheimst werden. Auf dem Hopfenmarkt stellte Dirksen Marwig seine Oldtimer-Trecker aus und nebenan führte Reinhard Vinnepand das 6000 Pferdestärken-Pulling-Tractor vor. Die Initiatoren verbuchten den Tag als einen vollen Erfolg.




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