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Rundes Jubiläum : Landfrauen feiern sieben Stunden lang

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Landfrauenverein Friedrichstadt und Umgebung besteht seit 40 Jahren. Die Präsidentin des Landesverbandes, Marga Trede, würdigte in ihrer Festrede die Landfrauen als das größte Bildungsnetzwerk für Frauen im ländlichen Raum.

Sie bewegen und beleben die Gesellschaft nachhaltig – und sie verstehen zu feiern. Das haben 150 der 270 Mitglieder des Landfrauenvereins Friedrichstadt und Umgebung auf ihrer „Geburtstagsfeier“ bewiesen. Der Saal im Hotel zur Treene war voll. Anlässlich des 40-jährigen Bestehens begrüßte Vorsitzende Ingrid Sattler als Ehrengäste die Präsidentin des Landfrauen-Landesverbandes Schleswig-Holstein, Marga Trede, sowie die Vorsitzende des Kreisvereins, Erna Lorenzen, sowie die Vorsitzenden der Nachbarvereine Everschop und Eiderstedt, Beate Peters und Dörte Rickerts.

In einem siebenstündigen bunten Programm wurden Rück- und Ausblicke, eine Talkrunde, Chorvortrag, Linedance, Sketch-Auftritt, Verlosung und der Auftritt der Band Hava Nagila sowie Kaffeetrinken und Abendbuffet geboten.

Auf großer Leinwand liefen in einer Multimediashow die vergangenen vier Jahrzehnte ab – viele Ereignisse wurden in Erinnerung gerufen. Präsidentin Marga Trede: „Besser als Ihr Verein kann man die Kernbotschaften der Landfrauen nicht umsetzen“. Die Präsidentin weiter: „Der Landfrauenverband ist das größte Bildungsnetzwerk für Frauen im ländlichen Raum Wir erweitern Horizonte für Beruf, Familie und Ehrenamt.“ Die Verbindung zwischen Tradition und Moderne werde aktiv gelebt. Die Landfrauen seien auf einem guten Weg, lobte die Präsidentin, „und das weiß sogar unser Ministerpräsident Torsten Albig, der beim Landfrauen-Tag gesagt hat: Überall, wo Landfrauen mitmischen, wird das was!“

Großes Lob kam dann von Erna Lorenzen – der Vorsitzenden des Kreislandfrauenvereins: „Lebendigkeit, Interesse an Neuheiten, verknüpft mit Bewahrung, Tradition und auch Entwicklung sind keine Gegensätze. Die von den Friedrichstädter Landfrauen initiierten Rosenträume und die Begleitung des Schwabstedter Bauernmarktes rufen in der Öffentlichkeit positive Aufmerksamkeit hervor. Mit Ideenreichtum könne dem demografischen Wandel vielleicht zumindest ein wenig die Stirn geboten werden. Der Kreisverband habe sein Veto gegen die Pläne der Co2-Einlagerung und das anvisierte Fracking eingelegt. Benötigt werden lebendige Regionen für eine nachhaltige Landwirtschaft. Bereits vor Jahren sei von den Landfrauen auf den Ärztemangel auf dem Lande aufmerksam gemacht worden und die flächendeckende Breitbandversorgung wurde bereits 2009 gefordert. Erna Lorenzen beendete ihre Ansprache mit einem Zitat von Mahatma Gandhi: „Wir selbst müssen der Wandel sein, den wir in der Welt zu sehen wünschen.“

Beifall gab es für den mitreißenden Sketch, in dem Anne Muhl - „bi ' t Melken hest du de besten Ideen...“ - und Frauke Claussen als wahre Theatertalente brillierten. Zu Beginn der Talkrunde wurden Mitglieder der ersten Stunde mit Blumensträußen geehrt – darunter Anneliese Röckendorf, Friedchen Davids, Karla Honnens, Marlies Paulsen, Lieselotte Fedders, Conny Liegmann, Annelene Thomsen, Gerda Jürgens. Unter der Leitung von Bärbel Schülke diskutierten dann Annelene Thomsen (Gründungsmitglied und Vorsitzende von 1973 bis 1981), Anneliese Röckendorf (Gründungsmitglied und Vorsitzende von 1981 bis 2000), Anne Clausen ( Vorsitzende 2000 bis 2012) und Ingrid Sattler, Lieselotte Fedders und Conny Liegmann. „Manchmal war ich geplättet von einem Vortrag und musste das hinterher erstmal verarbeiten“, gestand Anne Clausen dabei ein. „In meiner Zeit als Vorsitzende hat sich ein größerer Wandel vollzogen – wir betrachteten uns stärker als Verein für Frauen auf dem Lande. “

Perfekten Sound bot dann die Witzworter Band Hava Nagila. Die Mitglieder kommen aus Friedrichstadt, Simonsberg, Südermarsch, Norderfriedrichskoog, Hude, Witzwort, Drage, Seeth, Schwabstedt, Süderhöft, Fresendelf, Ramstedt, Koldenbüttel und Uelvesbüll.

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