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Rückblick auf sechs Jahrzehnte : Landfrauen – emsig wie die Bienen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

60 Jahre alt - und noch kein bisschen müde, so präsentiert sich der Landfrauenverein Langenhorn. Um auch der jungen Generation geistige und fachliche Hilfe im Alltag zu bieten, stellt er sich immer wieder neuen Herausforderungen.

60 Jahre gibt es den Landfrauenverein Langenhorn und Umgebung. Zum festlichen Jubiläumsnachmittag im Vereinslokal „Westermöhl“ begrüßte Vorsitzende Inge Petersen Vertreter aus Politik, Kirche, Wirtschaft und Vereinen. Auch die Präsidentin des Landesverbandes, Marga Trede, und die Kreisvorsitzende Erna Lorenzen, waern zum Gratulierten gekommen. Das Fest bescherte Geselligkeit mit einer Torten- und Kuchenschlacht sowie als Höhepunkt den Auftritt des Duos „Traum & Zeit“.

Die Vorsitzende nutzte den Rahmen für Ehrungen. Den ehemaligen Vereins-Chefinnen Anke Muuß und Margret Brodersen sprach sie Hochachtung für die geleistete Arbeit aus. Den noch lebenden Mitbegründerinnen Käthe Carstensen und der erkrankten Annetine Carstensen dankte sie für das Engagement, ebenso den Frauen, die seit 50 Jahren und länger im Verein sind: Dietlinde Boysen, Anne-Sophie Brodersen, Marret Clausen, Katharine Looft, Anni Gonnsen, Ilse Hansen, Margarethe Ingwersen, Telsche Volquardsen, Gisela Volquardsen, Waltraud Petersen, Hanna Feddersen, Cäcilie Jensen, Christa Ingwersen und Annegrete Paulsen.

Am 5. Februar 1954 hatten 29 Frauen in der Gaststätte Nis Boy Jensen den Verein gegründet. Im Laufe der Jahre schlossen sich Frauen aus Bordelum, Sterdebüll, Büttjebüll, Bargum und Ockholm an. Heute zählt der Verein 300 Mitglieder. Die Vorsitzende der ersten Stunde war bis 1966 Martha Carstensen. Es folgten bis 1983 Herrlich Feddersen, bis 1995 Anke Muuß sowie von 1995 bis 2007 Margret Brodersen.

„Die Landfrauenarbeit hat sich kontinuierlich verändert. Geblieben ist die Aufgabe, den Frauen auf dem Lande geistige und fachliche Hilfen für den Alltag anzubieten“, so Inge Petersen. Den größten Raum der Langenhorner Landfrauen nehmen Vorträge über Gesundheit, Politik, Umwelt und Kultur ein. Beliebt sind die Reisen ins In- und Ausland. Die körperliche Fitness steht hoch im Kurs. Regelmäßig treffen sich Pilatesgruppen und die Line-Dancer. Auf Kreis- und Landesebene werden den Landfrauen, die sich nicht umsonst die Biene als Symbol gewählt haben, Seminare und Fortbildungen angeboten. Dank der weltweiten Vernetzung und Digitalisierung ist eine Homepage (www.landfrauen-langenhorn.de) eingerichtet worden. Immer up to date zu sein, heiße auch, interessant für die jüngere Generation zu bleiben. „Wir wollen uns den neuen Anforderungen stellen und etwas bewegen“, bekräftigte Petersen. „Dauerhafter Erfolg ist nur im Team möglich“ – mit diesem Satz von Klaus Steilmann bedankte sich die Vorsitzende bei ihren Vorstandskolleginnen für das gute Miteinander.

Der stellvertretende Bürgermeister Olde Oldsen hob im Namen des erkrankten Gemeinde-Chefs und der Bürgermeister aus Bordelum und Ockholm die ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohle aller Dörfer hervor. „Wir pflegen ein gutes nachbarschaftliches Miteinander“, stellten die Vorsitzenden der Landfrauenvereine Dörpum-Sönnebüll, Martje Petersen, und Bredstedt-Reußenköge, Magret Albrecht, unisono fest. Pastor Guido Jäckel dankte dafür, dass die Landfrauen alljährlich die Kirche zum Erntedankfest schmücken. Gemeindewehrführer Hans-Jürgen Hansen lobte im Namen aller Vereine: „Ohne eure tatkräftige Hilfe wären manche Veranstaltungen nicht möglich.“

Ein weiteres Highlight des Jubelvereins wird morgen ab 19 Uhr der Jubiläumsball in der „Westermöhl“ sein.





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