Regatta-opti für den Klub : Landesverband lobt Jugendarbeit

Tjorben Becker trainiert im „Verbandskasten“ für die nächste
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Tjorben Becker trainiert im „Verbandskasten“ für die nächste

Der Friedrichstädter Segelklub bekommt für ein Jahr einen Regatta-Opti vom Landesverband gestellt. Der erste Wettkampfeinsatz findet bei den nordfriesischen Kreismeisterschaften auf der Treene statt.

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02. Juli 2015, 09:00 Uhr

Er dürfte zu den schnellsten Jugendbooten auf der Treene gehören, der „Verbandskasten“. Natürlich ist damit nicht etwa ein Erste-Hilfe-Koffer mit Segel gemeint, sondern ein vom Landesverband der Segler zur Verfügung gestellter Regatta-Optimist – und der ist voll ausgestattet. Und da das Boot vom Verband kommt, Optimistenrümpfe zudem ein wenig an einen Kasten erinnern, heißt das etwa 3000 Euro teure Gefährt „Verbandskasten“. Nun bekommt nicht jeder Segelverein im Land ein solches Boot, erhalten hat es der Friedrichstädter Klub in Anerkennung seiner herausragenden Jugendarbeit, wie Landesjugendwart Gunnar Schneider betont.

Geschenkt wurde der „Verbandskasten“ dem Klub nicht für die Kinder- und Jugendarbeit, sondern ein Jahr lang kostenlos zur Verfügung gestellt. Verbunden damit ist aber auch eine Verpflichtung. „Der Regattaoptimist soll an möglichst vielen Wettkämpfen im Land teilnehmen, also ordentlich in Gebrauch sein“, sagt Schneider. Erstmals kommt er an diesem Wochenende zum Einsatz, denn von morgen bis Sonntag finden auf der Treene in Friedrichstadt die Opti-Kreismeisterschaften statt. Der Friedrichstädter Jugendbetreuer, Torge Erichsen, freut sich über das schnelle Boot, denn so ein erstklassig ausgerüstetes Wasserfahrzeug kann sich nicht jeder Verein und auch nicht jeder Jungsegler leisten.

Rund 15 Kinder- und Jugendliche werden im Friedrichstädter Segelklub in der sicheren Handhabung von Schoten, Pinne, Segel und Schwert ausgebildet. Unterstützt wird Torge Erichsen dabei von einigen Müttern, die das Segeln mögen und ihre Sprösslinge aufs Wasser lassen.

Der kleine Segelklub mitten in der Stadt genießt landesweit einen sehr guten Ruf, denn immerhin organisiert und veranstaltet er vom 22. bis 29. August zum 44. Mal das landesweite Opti-Sommerlager. Bislang liegen dafür bereits gut 45 Anmeldungen vor, bei 100 ist aber das Ende der Fahnenstange erreicht, betont Vereinsvorsitzender Dr. Daniel Schade. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm wird den Opti-Kids geboten. Teilnahmebedingung ist, dass jeder mit einem eigenen Opti, Zeltausrüstung und Ersatzmaterial ausgerüstet ist. Die Mädchen und Jungen werden ihren seglerischen Fähigkeiten entsprechend in drei Gruppen eingeteilt – Anfänger, Fortgeschrittene und Profis. Rund um die Uhr werden sie zudem von engagierten Betreuern bemuttert, in Praxis und Theorie des Segelns trainiert und natürlich verpflegt. Bevor es im August losgeht, wird an diesem Wochenende während der Kreismeisterschaften die erste Generalprobe für die Großveranstaltung stattfinden. Durch die Baumaßnahme Großer Garten ist die Zufahrt zum Klub beengt. Alle Autofahrer mit einem Opti auf einem Anhänger im Schlepp, müssen die enge Zufahrt nehmen und darauf hoffen, dass beim Verlassen des Geländes kein anderes Fahrzeug entgegenkommt. Weitere Informationen zum Segelklub und zum großen Optimisten-Sommerlager finden sich auf der Homepage des Vereins unter www.scfr.de.

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