Grosse Ausstellung in St. Peter-Ording : Kunst zum Nationalpark-Geburtstag

Der Nationalpark Wattenmeer hat Geburtstag, das wird in St. Peter-Ording mit einer Ausstellung gefeiert.
Der Nationalpark Wattenmeer hat Geburtstag, das wird in St. Peter-Ording mit einer Ausstellung gefeiert.

Friedel Anderson und 29 weitere namhafte Künstler gestalten eine Jubiläums-Ausstellung in St. Peter-Ording. Sie wird am 30. Juni eröffnet. Wer der 30. Künstler ist eine Überraschung.

shz.de von
27. Mai 2015, 20:15 Uhr

30 Künstler von Rang und Format aus den Niederlanden, Dänemark und Deutschland werden dem Nationalpark Wattenmeer zu seinem 30. Geburtstag in St. Peter-Ording die Ehre erweisen. Sie gestalten die vierte Ausstellung der Kunstinitiative St. Peter-Ording (Kispo), die am 30. Juni eröffnet wird. Unter den Teilnehmern sind so namhafte Künstler wie Friedel Anderson, Wolfgang Werkmeister, Nikolaus Störtenbecker, Lars Möller, Christoph Fischer und Ole West, Maler aus Dänemark und der Niederlande sowie Eiderstedter Vertreter der Kunstszene wie Dieter Staacken, Frauke Petersen, Sibille Rehder, Raimund Behrend und Martin Stock.

Der Vereinsvorstand hatte diese gewagte Idee bereits in der Jahresversammlung im Februar vorgestellt. Ob das so gelingen würde, war da noch fraglich. Die Verantwortlichen ahnten, dass es sich um eine Herausforderung besonderer Art handelte. Aber der Titel für die Ausstellung „Watt’n Glückwunsch“ war geboren.

Das galt vor 30 Jahren auch, als der Landtag als erster von allen Küstenländern für das schleswig-holsteinische Wattenmeer am 22. Juli 1985 das Nationalpark-Gesetz verabschiedet hatte. Mit dem 1. Oktober trat es dann in Kraft. Herrschte anfangs bei vielen noch große Skepsis, ist diese inzwischen einer sehr großen und den Nationalparkgedanken unterstützenden Akzeptanz gewichen. Aktuell gibt es in Schleswig-Holstein 150 Nationalparkpartner, 32 davon auf Eiderstedt. Kispo gehört seit einem Jahr dazu und war mit einer der ersten aus dem Bereich Kultur.

So war es für den Verein keine Frage, sich an der Gestaltung des Jubiläums in einer besonderen Weise zu beteiligen. Alle Künstler haben Werke zum Thema Wattenmeer geschaffen. Auf diese Weise möchte der Verein den tieferen Sinn des Nationalpark-Gedankens in der Strandkorbhalle Hungerhamm präsentieren und zugleich den Horizont erweitern. Noch scheint die Freude bei Thomas Bartram auf diese Veranstaltung verhalten. Bei dem Gedanken allerdings, von allen beteiligten Künstlern einen Namen bis zur Vernissage geheim zu halten, ist sein Sinn für den Spannungsbogen bis zur Eröffnung zu spüren.

Demnächst werden die Einladungen verschickt und die 10.000 gedruckten Flyer an möglichst vielen Orten ausgelegt. Das einladende Bild mit den Austernfischern der dänischen Künstlerin Else-Pia Martinsen Erz aus Skaerbaek wird schon bald auf die Ausstellung hinweisen und zu einem Besuch zwischen dem 30. Juni und 6. September einladen. Waren es in den bisherigen Ausstellungen mit den Titeln „Watt’n Meer“, „Marschenland“ und „Das Meer hinter dem Horizont“ jeweils mehr als 3000 Besucher, erhofft sich der Verein dieses Mal einen noch größeren Zuspruch.

Knapp 4000 Kilometer im Auto legten die Organisatoren zurück – für Absprachen mit den Künstlern und der Zusammenstellung der Werke. „Damit liegt die meiste Arbeit hinter uns“, sagt der Vorsitzende und fügt hinzu: „Aber es steht noch die große Herausforderung des Hängens der Bilder von so vielen verschiedenen Künstlern an. Das ist neu für mich. In dieser Form habe ich das noch nie gemacht. Aber das Wattenmeer liefert ja den roten Faden.“ Und das ist die Hoffnung aller Aktiven von Kispo: Beim Eintritt in die Strandkorbhalle mögen die Besucher der Ausstellung nicht nur „Watt’n Glückwunsch“ empfinden, sondern danach dies auch voller Begeisterung sagen.

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