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Skulpturenpark auf Hoyerswort : Kunst unter freiem Himmel

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Förderverein Herrenhaus Hoyerswort plant einen Skulpturenpark vor dem Schloss in der Nähe von Oldenswort. Die ersten Werke, die gezeigt werden, stammen von Pierre Schumann.

Die Weichen für einen Skulpturenpark stellten die Mitglieder des Fördervereins Herrenhaus Hoyerswort in ihrer Jahresversammlung. Er soll auf einer rund 5000 Quadratmeter großen Fläche auf dem Grundstück des Anwesens entstehen. Sie befindet sich zwischen dem Hauptgebäude und einer Streuobstwiese in Sichtweite der Kotzenbüller Chaussee. Dort stehen derzeit Bäume. Um noch in diesem Jahr genügend Platz für die Werke von Bildhauern zu schaffen, müssen etliche Gehölze entfernt werden. „Für die Genehmigungen des Vorhabens fordern die Denkmalschutz- und Forstbehörden einen Plan und ein Konzept“, teilte „Schlossherr“ Alfred Jordy mit. Damit hat er einen Landschaftsarchitekten beauftragt und zwischenzeitlich „wohlwollende Signale“ von den zuständigen Stellen erhalten. Das Anlegen des Parks mit einem Weg, den auch Lkw befahren können, soll rund 15.000 Euro kosten. Auch die Brücke über einen Wasserlauf muss verstärkt werden, um die schweren Kunstwerke zu ihren künftigen Standorten zu transportieren.

Über erfolgversprechende Gespräche mit einer Sparkassenstiftung zur finanziellen Unterstützung des Vorhabens berichtete der Vorsitzende des Vereins, Rainer Klose. Den Anfang machen sieben Werke aus dem Nachlass des Bildhauers Pierre Schumann. Der gebürtige Dithmarscher erhielt 2007 den Kulturpreis des Landes und verstarb 2011 in Eutin. Diverse kleinere Plastiken des auch international anerkannten Künstlers sind in einem Raum des Herrenhauses ausgestellt. Die Provisionen aus dem Verkauf von Einzelstücken haben erheblich zu den Einnahmen des erst Ende 2013 gegründeten Fördervereins beigetragen, wie Jordy in seiner Funktion als Kassenwart mitteilte. Ihm dankte Klose für seine Unterstützung durch die Bereitstellung von Räumen und Plätzen für Vereinszwecke. Außerdem würdigte er die Hilfe von Wilfried Dunckel bei der fotografischen Dokumentation sowie die von Gert Reich bei der Internet-Präsentation. Der pensionierte Hochschullehrer wurde einstimmig zum neuen zweiten Vorsitzenden des Fördervereins gewählt. Mit gleichem Votum bestätigte die Runde Maren von der Heide, Petra Lücken-Reich, Lisa Mewald und Wilfried Dunckel in ihren Ämtern als Beisitzer. Torsten Bruhn und Peter Mielke prüfen künftig die Kasse. Weitere Mitglieder sind stets willkommen.

Mielke überreichte dem Gastgeber eine Museumsordnung aus dem Jahr 1772. Danach durften Besucher Ausstellungstücke nur mit gewaschenen Händen berühren. Außerdem präsentierte der Historiker eine Seekarte der Westküste von 1570. Auf ihr sind nicht nur die Silhouetten von Sylt, Föhr und Amrum zu erkennen, sondern auf Eiderstedt auch die des Herrenhauses. In einer Randnotiz auf der Karte werden die Bewohner der Halbinsel als grobe und sture Bauern beschrieben.

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