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Marktchance für Führungen à la Act art : Kunst entdecken ohne Fremdenführer

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das in Garding vorgestellte Projekt „Act art“ soll künstlerische Fähigkeiten wecken und die Teilnehmer ermuntern, selbst Natur- und Kulturplätzen aufzusuchen. Die Eindrücke der Touristen stehen an erster Stelle.

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erstellt am 21.Sep.2014 | 13:00 Uhr

Wie kann man Gästen ihre Urlaubslandschaft nahebringen? Am besten spielerisch und kreativ, empfehlen drei ideenreiche Schwedinnen, und stellen in Garding ihr Projekt namens „Act art“ vor.  Act art – übersetzt Aktive Kunst – will eine neue Generation von Touristenführern ausbilden. Die sollen ihre künstlerischen Fähigkeiten einbringen, um einzigartige, experimentelle Entdeckungen der Natur und von Kulturplätzen zu ermöglichen. Gleichzeitig soll die eigene Kreativität der Touristen geweckt werden. Statt der vielen, oft zu vielen, Worte des Fremdenführers stehen bei solchen Führungen die Aktivitäten und Eindrücke der Teilnehmer an erster Stelle. Entsprechend wurde auch im Gardinger Workshop die Theorie gleich praktisch ausprobiert und der Gardinger Stadtpark erforscht – mit Staunen und Lachen inklusive.

Wer auf Eiderstedt die Kinderführungen der Schutzstation Wattenmeer, Aktionen der Urlauberseelsorge oder das Erfahrungsfeld Mars-Skipper-Hof vor Kotzenbüll kennt, dem mag vieles an dem Konzept nicht neu vorkommen. Doch bringt Act art diese andere Form der Vorstellung einer Landschaft gut auf den Punkt.

Die teilnehmenden Vertreter von Künstlervereinigungen waren jedenfalls genauso beeindruckt wie die Mitarbeiter des Nordsee-Tourismus-Service aus Husum. Beide Gruppen sehen durchaus eine Marktchance für Führungen à la Act art. Ein entscheidender Punkt ist dabei die Qualifizierung der Führer, und genau darin besteht der Kern des internationalen Projektes.

Das staatlich und von der EU geförderte Vorhaben startete im April im schwedischen Wohnort der Künstlerin Lisa Tegmar. Es war von Anfang an länderübergreifend geplant, Teilnehmer aus Deutschland, Estland und Dänemark sollten mit ins Boot. So fuhr auch die Künstlerin Sigrid Nolte Schefold aus Osterhever nach Schweden.  Sie hatte jetzt nach Garding eingeladen und zeigte sich froh: „Ich bin stolz, den Gästen mit der Halbinsel Eiderstedt einen spannenden Ort zu präsentieren, wo Touristen und Künstler in großer Zahl aufeinandertreffen.“


 

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